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Zugspitzlauf-Drama: Strafbefehl gegen Veranstalter beantragt

MÜNCHEN/WITTEN Gegen den Veranstalter des Zugspitzlaufs, bei dem im Juli der Wittener Triathlet Uwe Moldenhauer starb, ist ein Strafbefehl beantragt worden. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft München lautet auf zweifache fahrlässige Tötung und neunfache fahrlässige Körperverletzung.

Zugspitzlauf-Drama: Strafbefehl gegen Veranstalter beantragt

Helfer der Bergwacht stützen im Juli einen völlig erschöpften und durchgefrorenen Läufer während des Extrem-Berglaufes auf der Zugspitze.

Oberstaatsanwältin Regina Sieh sagte am Freitag: „Wir gehen davon aus, dass dem Veranstalter ein Fahrlässigkeitsvorwurf gemacht werden kann.“

Er habe trotz widriger Wetterumstände nicht ausreichend bekleidete Teilnehmer zum Lauf antreten lassen und das Ziel trotz der Verschlechterung des Wetters nicht nach unten verlegt. Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen prüft derzeit den im Laufe der Woche gestellten Antrag der Staatsanwaltschaft. Während des Extrem-Berglaufs auf Deutschlands höchsten Berg waren Mitte Juli bei widrigsten Wetterverhältnissen die rund 600 Teilnehmer zum Teil in kurzen Hosen und T-Shirts auf die rund 16 Kilometer lange Strecke über 2100 Höhenmeter gegangen.

Im Laufe des Tages kam es bei böigem Wind zu Schneeregen und Neuschnee bis zu zehn Zentimetern. Die Temperaturen fielen teils auf minus zwei Grad Celsius. Der 41-jährige Wittener Moldenhauer und ein 45-Jähriger aus Ellwangen in Baden-Württemberg starben kurz vor dem Ziel an Unterkühlung. Sechs Sportler wurden in Krankenhäuser gebracht. 

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