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Rottstr5-Kunsthallen

Zwölfstündige Performance über Katastrophen und Paradies

BOCHUM Einschlafen ist erlaubt, wenn die Studenten des Masterstudiengangs „Szenische Forschung“ ihre Installation/Performance zeigen. Es liegen Matratzen auf Paletten bereit. Die Darbietung dauert von Freitag, 11. Juli, 20 Uhr bis Samstagmorgen, 12. Juli, um 8 Uhr. Zwölf Stunden, die sich um Katastrophen und Paradies drehen.

Zwölfstündige Performance über Katastrophen und Paradies

Die Szenischen Forscher gehen für ihre Performance/Installation in die Rottstr5-Kunsthallen.

Unter dem Titel „imagine! Catastrophe – imagine! paradise“ fragen die zehn Studenten nach aktuellen Zugängen zu den schon seit der Antike bestehenden Begriffen. „Beide sind stark verankert in unserer Gesellschaft“, sagt Claudia Bosse nennt das eine eine Drohfigur unserer Gesellschaft, das andere eine Figur des Versprechens. Die Künstlerin arbeitet seit Mai mit den Studenten zusammen. Jens Eike Krüger ist einer von ihnen. Ihn hat beschäftigt, dass es viele Studiengänge für das Management und die Prävention von Katastrophen gibt. Und gleichzeitig der Begriff der Katastrophe für etwas Unvorhergesehenes, Unbeherrschbares steht. Krüger lässt nun einen Chor auftreten und benutzt als Text die Studiengangs-Beschreibungen.

Außerdem beschäftigt er sich mit den rhythmischen Elementen von Katastrophen und hat eine kleine Soundarbeit gemacht, in der er seine eigenen Katastrophen aus dem ersten bis 16. Lebensjahr verarbeitet hat. Was ist das Paradies, existiert es als Ort, fragt eine andere Studentin, und hat eine kartographische Performance geschaffen. Was seit 2011 in Ägypten passiert ist, war für einen weiteren Teil der Aufführung der Ausgangspunkt. Aber auch ein Katastrophen-Karaoke erwartet die Zuschauer. Dafür hat eine Studentin Chart-Erfolge mit den Katastrophen des jeweiligen Jahres verknüpft.

Donnerstag noch probten die Studenten und Claudia Bosse, setzten ihre einzelnen Elemente zu einem Ganzen zusammen. Abgeschlossen soll die Performance bewusst nicht sein, wenn sie in den Rottstr5-Kunsthallen zu sehen ist. Claudia Bosse sagt: „Wir wollen mit den Zuschauern teilen, was wir untersuchen.“ Sie hat in diesem Semester die Gastprofessur im Studiengang. „Ich habe Fragen an die Welt, an die Politik. Wie Dinge erscheinen, wie sie inszeniert sind“, erläutert sie ihr Interesse an der „Szenischen Forschung“. Ihre Arbeit mit den Bochumer Studenten wird Teil eines größeren Projekts. Seit längerem beschäftigt sich Claudia Bosse mit der Katastrophe und mit dem Paradies. Unter anderem in Düsseldorf und Wien hat sie dazu Arbeiten gezeigt.

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