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Im Mittelpunkt unseres Restaurant-Checks steht diesmal ein Traditionslokal besonderer Herkunft. Bereits seit 28 Jahren serviert Dimitrios Barkabas griechische Speisen im „Artemis“.

Werne

, 27.07.2018 / Lesedauer: 5 min

Das Essen bei „Artemis“

Mein Begleiter und Kollege Wilco Ruhland und ich starten mit zwei klassischen griechischen Vorspeisen im Artemis, die wir uns teilen. Zu den Kalamaris (Tintenfischringe) für 6,90 Euro gibt es eine Cocktailsauce und einen Schlag Tzatziki.

Artemis: Köstliche Lammkoteletts - aber Schwächen im Service

Restaurant-Check Artemis © Wilco Ruhland

Beide Dips schmecken gut und bei den Kalamaris handelt es sich um frische Ware und keine TK-Gummiringe. Einstand geglückt. Auch der gebackene Schafskäse für 5,60 Euro ist einwandfrei.

Artemis: Köstliche Lammkoteletts - aber Schwächen im Service

Restaurant-Check Artemis © David Reininghaus

Abzüge gibt es beim Vorspeisensalat, der lediglich aus Eisberg-, ein wenig Krautsalat und je einem Stück Gurke und Tomate mit etwas Joghurt-Dressing besteht.

Artemis: Köstliche Lammkoteletts - aber Schwächen im Service

Restaurant-Check Artemis © Wilco Ruhland

Da könnte man sich mehr Mühe geben und durch Zugabe von Möhren oder Mais den trostlosen Teller farbenfroher und auch vielfältiger gestalten.

Wilco entscheidet sich für den „Filet Teller“. Für 15,50 Euro bekommt er einen Teller mit Gyros und Schweinefilet mit Metaxa-Sauce. Dazu gibt es Pommes und Reis.

Artemis: Köstliche Lammkoteletts - aber Schwächen im Service

Restaurant-Check Artemis © Wilco Ruhland

Das Fleisch ist gut gegart. Kritik übt er am Reis. Als ich probiere, muss ich ihm Recht geben. Etwas geschmacklos, trotz Tomatensauce.

Ich entscheide mich für das „Juwetsi Spezial“, das mit 16,50 Euro auf der Rechnung zu Buche schlagen wird. Es handelt sich um die typisch griechischen Kritharaki-Nudeln in einer würzigen Sauce, die mit Käse überbacken sind. Darauf liegen vier Lammkoteletts.

Artemis: Köstliche Lammkoteletts - aber Schwächen im Service

Restaurant-Check Artemis © David Reininghaus

Die waren so köstlich, dass ich mir noch mehr Fleisch gewünscht hätte. Das Mousse au Chocolat, das ich zum Dessert bestelle, gibt Wirt Dimitri später zu, ist aus Pulver zusammengerührt.

Artemis: Köstliche Lammkoteletts - aber Schwächen im Service

Restaurant-Check Artemis Dessert © David Reininghaus

Vielleicht kann man es einfach von der Karte nehmen.

Die Getränke

Die Preise für Getränke bewegen sich im üblichen Rahmen. Eine Cola 0,2 l kostet 2 Euro. Das frisch gezapfte Krombacher 0,3 l gibt es für 2,40 Euro. Ein Tipp: Für einen halben Liter zahlt man glatt 4 Euro. Da man beim „Großen“ also keinen Preisvorteil hat, sollte man sich lieber eins mehr neu zapfen lassen. Es gibt acht verschiedene Weine, wobei ein Viertelliter für 4,50 bis 5,00 Euro zu haben ist. Eine schöne Alternative sind die Trend-Getränke Aperol Spritz und Hugo (beide 0,2l) zu je 5 Euro.

Die Preise

Mein Stammlokal ist ein Grieche und auch sonst habe ich im Kreis Unna schon einige griechische Restaurant besucht. Ich würde deshalb behaupten, etwas von deren Küche zu verstehen. Im Preis-Leistungsverhältnis zu vergleichbaren Gastronomien bewegt sich das Artemis im Mittelfeld. Man muss aber auch sagen, dass andere von uns in Werne getestete Lokale hier deutlich besser abschneiden. Die meisten Hauptgerichte liegen bei etwa 15 Euro. Am Teuersten sind mit je 17,50 Euro ein Gericht mit Schweinefilet sowie das Lamm Provencale.

360-Grad-Panorama vom Innenraum

Die Atmosphäre

Drinnen wirkt die Dekoration aufgeräumt und nicht überladen. Je ein Bild pro Wandseite sowie griechische Skulpturen zieren den Gastraum. Gelungen: Auf jedem Tisch gibt es eine frische Rose. Einen Pluspunkt gibt es für die neuen und sauberen Toiletten.

Im Außenbereich sitzt man am Rande der Innenstadt. Durch den Verkehr der Straße Bült kann es auch schon mal laut werden. Darauf hat der Wirt natürlich keinen Einfluss.

Der Service

Als wir um circa 18 Uhr an einem Dienstag das Lokal aufsuchen, wirken wir noch etwas unentschlossen. Drinnen oder bei dem Wetter doch lieber draußen. Wirt „Dimitri“, so ist Dimitrios eigentlich bekannt, nimmt uns in Empfang und begleitet uns in den Außenbereich. Der erste Ouzo kam prompt und ungefragt.

Interessant: Er wusste direkt, dass wir keine waschechten Werner waren. „Ihr seid nicht von hier, oder?“ „Nein.“ „Ich bin seit 30 Jahren hier und kenne die Menschen.“ Dimitri kann man nichts vormachen. Dann kommt die Karte. Der Chef bedient uns persönlich. Wir fühlen uns angekommen.

Die ersten Getränke, ein Pils und eine Cola, sind schnell am Tisch. Das geht bis zum Hauptgang so weiter. Nach etwa einer Stunde wird es draußen voller, vernehmbar handelt es sich vermehrt um Stammgäste.

Das hat nicht nur einen Einfluss auf die Wartezeiten, sondern leider auch auf den Service. Dimitri pendelt nun zwischen Stammgästen und Küche, während unseren Tisch Tochter Theodora und eine Servicekraft übernehmen.

Als unsere Gläser leer sind, gehen die Blicke zwar mehrfach in unsere Richtung, die Nachfrage, ob wir noch etwas trinken möchten, bleibt aber aus. Das ist nicht nur schlecht für den Gast, sondern auch für den Umsatz.

Erst auf unsere Initiative kam jemand an den Tisch. Der griechische Mokka und das Mousse au Chocolat kamen so spät, dass wir uns eigentlich sicher waren, dass es vergessen worden ist. Positiv: Auch zum Abschluss gab es den Ouzo aufs Haus. Das erwartet man bei einem Griechen. Gut so!

Kinderfreundlichkeit

Für Kinder stehen sechs verschiedene Gerichte zur Auswahl. Neben dem Dauerbrenner Spaghetti Bolognese gibt es auch griechische Nudeln mit Hackfleisch oder Käse. Kinder mit einer Vorliebe für Fleisch können Gyros, Souflaki, Suzuki oder ein Schweineschnitzel bestellen. Dazu gibt es jeweils Pommes. Spezielle Spielangebote für Kinder gibt es nicht.

Barrierefreiheit

Im Eingangsbereich ist eine rund 15 Zentimeter hohe Stufe zu überwinden. Drinnen gibt es Tische, an denen problemlos Stühle weggestellt werden können, um an der Stelle einen Rollstuhl zu platzieren. Eine Behindertentoilette gibt es nicht.

Mein Fazit

Mit dem Verhältnis von Preis und Leistung war ich absolut zufrieden. Gerade Gästen, die häufiger kommen, versucht Dimitri eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen. Er nimmt sich Zeit und setzt sich auch mal mit an den Tisch. Das ist wichtig und macht einen guten Wirt aus.

Schade bei unserem Besuch war, dass wir als Neulinge zumindest gefühlt in Vergessenheit geraten sind. Vielleicht war es aber nur eine Momentaufnahme.

Anfahrt/Parken

Aufgrund der unmittelbaren Innenstadt-Lage gibt es keine eigenen Parkplätze. In der Umgebung dürfte es aber kein Problem sein, sein Auto abzustellen.

In der anliegenden Straße Bült kann (mit Parkschein) geparkt werden. Kostenfrei und ab nachmittags meist problemlos findet man einen Parkplatz auf den Parkstreifen in der Stockumer- und Kamener Straße. Zu Fuß braucht man dann etwa drei Minuten zum Restaurant.

Was sagt das Netz zum Restaurant „Artemis“?

Bei bislang 59 Google-Rezension erhält der Grieche im Schnitt gute 4,0 von 5 Punkten.

Restaurant-Infos

Restaurant „Artemis“, Am Steinhaus 10, 59368 Werne, Tel. (02389) 5 35 49 6

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag

17:00 bis 23:30 Uhr

Samstag und Sonntag

12:00 bis 14:30 Uhr und 15:00 bis 23:30 Uhr

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Wie funktioniert der Restaurant-Check?
Wir gehen ohne Vorankündigung in die jeweiligen Restaurants – als ganz normale Gäste. Wir sind keine Gastro-Experten, sondern einfach Menschen, die gerne an schönen Orten essen. Wir beschreiben die Läden so, wie wir über sie auch mit Freunden und Bekannten sprechen würden. Mit ihren Schwächen, mit ihren Stärken. Ehrlich. Nachdem wir die Rechnung beglichen haben, offenbaren wir uns und vereinbaren für die nächsten Tage einen Fototermin für die Gaststätten-Aufnahmen.
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