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„Residenz Bonenstraße“: In der Innenstadt sollen neue Eigentumswohnungen entstehen

rnWerner Wohnungsmarkt

Es ist ein markantes Fleckchen mitten in der Stadt. An der Bonenstraße sollen 2019 schicke Eigentumswohnungen entstehen. Viel zu teuer für die nächste Rentnergeneration?

Werne

, 06.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Wer den Werner Wohnungsmarkt im Auge behält, dem wird vielleicht das Inserat in einem deutschen Online-Immobilienportal aufgefallen sein: Unter „Neubau Residenz Bonenstraße“ lotet das Immobilienbüro Mintel aus Werne hier gerade den Markt aus. Konkret handelt es sich um die Hausnummern 32-38.

Laut Inserat sollen in dem altehrwürdigen Wohn- und Geschäftshaus ab 2019 zehn Eigentumswohnungen in verschiedenen Größen entstehen – und zwar „passend zum Stadtbild des Innenstadtkerns“, heißt es. „Die Bonenstraße wird in diesem Bereich kein neues Gesicht bekommen und es wird auch kein kompletter Abriss erfolgen“, nimmt Klaus-Dieter Mintel vom gleichnamigen Immobilienbüro an der Burgstraße vorweg.

Pläne könnten sich noch ändern

Sowieso sei noch nichts in trockenen Tüchern – man befinde sich in der „Projektierungsphase“. Heißt: Die Pläne – Eigentumswohnungen mit großer Terrasse und Balkon, gehobener Ausstattung, Stellplatz und energieeffizienter Haustechnik – können sich in den nächsten Monaten noch ändern.

„Step by Step gehen wir das Projekt an“, sagt Mintel. Das aber bereits seit 2015. In der Innenstadt zu bauen, umzubauen, neu zu planen, ist nicht einfach. Was kann? Was darf? Was nicht bei all den historischen Gebäuden? Es sind Fragen, mit denen sich Immobilienmakler und Investoren in der Lippestadt konfrontiert sehen.

„Wir sind in Kontakt mit dem Planungsamt und auch mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe“, sagt Mintel. Der Bauantrag soll – wenn möglich – noch in diesem Jahr gestellt werden. Die Politik müsste ihn absegnen.

Sozialer Wohnungsbau im Blick

Dass der Bedarf nach Wohnungen da ist, ist in Werne unumstritten. Trotzdem könnten schicke Eigentumswohnungen und auch Mietwohnungen für die nächste Rentnergeneration zu teuer sein. Planungsdezernent Ralf Bülte hat deshalb auch den öffentlich geförderten Wohnungsbau im Blick.

„Und grundsätzlich gehe ich damit konform“, sagt Klaus-Dieter-Mintel. Schließlich lägen die Quadratmeterpreise bei Mietwohnungen in Werne im Schnitt bei 9 bis 12 Euro. „Da würden sich viele über preiswertere Wohnungen freuen.“

Trotzdem müsse das Ganze für Investoren finanzierbar bleiben – ein Punkt, der in Werne immer wieder diskutiert wird. Zuletzt hinsichtlich der Zukunftspläne für die ehemalige Steintorschule an der Lünener Straße/Ecke Cappenberger Straße. Wie berichtet, wollen Stadt und Politik bis zum Jahr 2030 die Zielmarke von 240 öffentlich geförderten Wohneinheiten erreichen.

Und sollten sich Verwaltung und Politik sozialen Wohnungsbau auch an der Bonenstraße wünschen, „könnte es auch einen Mix aus Eigentumswohnungen und Mietwohnungen geben“. So oder so soll die Bestandsimmobilie im nächsten Jahr kernsaniert werden.

  • Stand jetzt soll eine Eigentumswohnung im Neubau „Residenz Bonenstraße“ 262.980 Euro kosten (drei Zimmer, 97,4 Quadratmeter). Die angegebene Fläche und auch der Preis können sich aber noch ändern.
  • Zusammen mit dem Eigentümer sucht das Immobilienbüro Mintel auch nach Investoren. Der Eigentümer könnte sich vorstellen, die Immobilie zu verkaufen.
  • Kontakt: Immobilien Mintel, Burgstraße 14, Tel. (02389) 98 72 98, E-Mail an kd@mintel-immobilien.de
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