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Es ist ein typisches Bild an vielen Orten in Werne. Neben vielen Bäumen liegen große Rindenstücke. Die Stämme der Bäume sind blank. Machen die Temperaturen den Pflanzen zu schaffen?

Werne

, 09.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Viele Platanen in der Innenstadt haben zurzeit einen weißen Stamm. Denn die Rinde liegt neben den Bäumen. Hat das mit den andauernd hohen Temperaturen zu tun? Nein. Dies sei ein ganz typischer Vorgang in dieser Jahreszeit, erklärt Burkhard Klinkhammer, Experte für Flora und Fauna der Stadt Werne.

Zeichen für hohes Wachstum

„Der Baum wächst, doch die Borke wächst nicht mit. Bei Platanen ist es also völlig normal, dass dabei die Borke in großen Fetzen runterfällt“, sagt Klinkhammer. Und das macht jede Baumart auf ihre Art. Während die Buche dann über eine glatte Rinde verfügt, sei sie bei Eichen deutlich rissiger.

Dass die Borke - sprich die Rinde - bei den Platanen abfällt, sei also ein Zeichen für hohes Wachstum der Bäume. „Es zeigt, dass sie gesund und vital sind“, sagt Burkhard Klinkhammer. Die Borke, die dann neben den Bäumen liegt, baut sich nach und nach durch kleinste Mechanismen selbst ab.

Hitze sorgt für Stress bei den Bäumen

Während das natürliche Abwerfen der Borke nichts mit den hohen Temperaturen zu tun hat, ist die Hitze für viele Bäume dennoch problematisch. „Viele Bäume sind ganz schön im Stress aufgrund der Hitze und der Trockenheit“, sagt der Experte. Bereits jetzt werfen viele Bäume ihre Blätter ab. Auch das sei ein natürlicher physischer Vorgang.

Die Bäume verlieren aufgrund des fehlenden Wassers durch Verdunstung selbst mehr Flüssigkeit. Um dies zu kompensieren, werden sie jetzt schon Blätter los. Ein Vorgang, der eigentlich erst im Herbst beginnt. Manche Birken in Werne seien laut Burkhard Klinkhammer deshalb bereits komplett braun oder gelb. Die Wasserversorgung der Bäume sei momentan generell sehr kritisch.

Deshalb lässt der Baubetriebshof der Stadt Werne auch häufiger die Blumen und Pflanzen in der Stadt bewässern. Während die Mitarbeiter im vergangenen Jahr im Schnitt alle drei Tage rausgefahren sind, seien sie in diesem Jahr täglich unterwegs, erklärt Monika Biermann vom Baubetriebshof.

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