134 neue Grundstücke in Wessum: Bebauungsplan bietet Zündstoff

rnNeues Baugebiet

In Wessum sollen an der Gartenstraße 134 neue Baugrundstücke entstehen. Bei der Bürgerinformation wurden vor allem die geplanten Zufahrten kontrovers diskutiert.

Ahaus

, 10.07.2019, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

In den Plänen der Stadt Ahaus für den Ortsteil Wessum lag schon ein gewisser Zündstoff. Das war deutlich spürbar, als im Heimathaus Wessum bei reger Bürgerbeteiligung Bürgermeisterin Karola Voß und Walter Fleige, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, den Bebauungsplan Gartenstraße vorstellten.

134 Baugrundstücke geplant

Zwischen der Gartenstraße, der Jakobistraße, der Raiffeisenstraße (L560) und der Hamalandstraße (K17) soll ein neues Wohngebiet entstehen. Auf 134 Baugrundstücken (450 bis 600 Quadratmeter groß) sollen zirka 32 Doppelhäuser, 101 Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus gebaut werden. „Der Bedarf an Wohnbauland ist gegeben“, sagte Fleige.

Lärmbelästigung

Seit 2014 habe die Lärmbelästigung durch den Verkehr auf der Raiffeisenstraße deutlich zugenommen. Lärmschutz durch Abstand oder ein Lärmschutzwall seien zwei Möglichkeiten der Reduktion. „Der Lärmschutz geht auf Kosten des freien Blicks auf den historischen Ortskern“, schränkte Fleige ein. „Jede Öffnung im Lärmschutzwall bedeutet auch Einstrahlung des Lärms. Deshalb soll es auch keine Zufahrt von der Raiffeisenstraße geben“, ergänzte Fleige.

134 neue Grundstücke in Wessum: Bebauungsplan bietet Zündstoff

Durchaus nachdenkliche Gesichter gab es bei der Vorstellung des Bebauungsplanes Gartenstraße. © Meisel-Kemper

Kleine Zugänge für Radfahrer und Fußgänger werde es geben, während die Autos zwei seitlich verlagerte Zufahrten nutzen können. Gerade diese Zugangspunkte lösten den meisten Diskussionsstoff aus. „Hat jemand mal erhoben, wie viele Personen da täglich durchgeschleust werden? Ich denke da vor allem an die Schulkinder, die alle den Kreisverkehr passieren müssen“, wandte ein Zuhörer ein.

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„Haben sie mal beobachtet, wenn dort der Anlieferverkehr zum K+K gleichzeitig mit den Schulkindern rollt? Das wird noch katastrophaler, wenn da noch mehr Menschen wohnen“, wandte ein weiterer Besucher ein.

„Nachjustierung möglich“

Walter Fleige musste zugeben, dass darüber keine Erhebungen vorliegen würden. „Eine Nachjustierung ist jederzeit möglich“, wandte Fleige ein. „Wir wollen ja kurze Wege zu Schulen und gerade zu Grundschulen ermöglichen“, schaltete sich Voß ein. Ende 2020 könnte die Erschließung beginnen.

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