15. „Monzaguhru-Treffen“ lockt die Opel-Fans

Von Admiral bis Kapitän

Kapitän, Admiral, Diplomat hießen sie früher einmal – auch Senator und Commodore. Wenn es sportlich vorangehen sollte, stand auch schon mal ein Monza vor der Garage. Für die Freunde der Mittelklasse gab es den Rekord.

AHAUS

, 18.05.2015, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Rede ist von den Opel-Modellen der siebziger bis neunziger Jahre, die auch heute noch eine große, glühende und bestens vernetzte Fangemeinde haben. Den Beweis dafür tritt Jahr für Jahr der „Monza-Guhru“ (mit „h“) an. Dirk Lating, der gebürtige Ahauser mit Wohnsitz in Metelen, veranstaltet jedes Jahr rund um die Gastwirtschaft Schulte bei Wüllen das „Monzaguhru-Treffen“.

Das fand nun am Sonntag bereits zum 15. Mal statt und Lating frteut sich über mehr als 100 Opel-Fans von Flensburg bis München und aus den benachbarten Niederlanden, zumal das Wetter auch mitspielte. Worum es bei diesem Treffen geht, erklärte der Oldtimer-Freund in knappen Worten: „Kommen, gucken und gesehen werden, Benzin reden, Tipps kriegen und vor allem Spaß haben.“

Keine Ausfahrt geplant

Daher findet auch, wie sonst bei Oldtimer-Treffen üblich, keine gemeinsame Ausfahrt statt. Lating meint: „Das lässt sich mit so vielen Teilnehmern nicht auch noch organisieren. Wir sind sowieso für dieses Treffen schon fast ein Jahr zugange.“ Angefangen hatte alles vor 15 Jahren, als sich die Fans der großen Opel-Sechszylinder-Modelle kurzschlossen. Das edle Monza-Coupé, abgeleitet vom Senator, stand dabei besonders im Mittelpunkt des Interesses. Und mit den Jahren kamen weitere Modelle des Rüsselsheimer Autobauers hinzu: der Opel GT, die Schrumpf-Version der US-Corvette, diverse Kadett-Baureihen, Sonderfahrzeuge und viele mehr.

Klaus Hadeler hatte die weiteste Anfahrt an diesem Sonntag: Er war mit seinem Monza-Coupé aus Rosenheim zwischen München und Salzburg gekommen. Das hellblaue Coupé mit 180 PS stammt aus dem Jahr 1983 und hat 206 000 Kilometer auf dem Tacho. Hadeler verwies mit Stolz darauf, dass dieser Opel noch im Originallack glänzt, zudem rostfrei ist und noch kein Schweißgerät gesehen hat.

Ohne elektronische Helfer

ABS, ESP, Airbags? Der Bayer schüttelt den Kopf. „Ich fahre das Schätzchen jeden Tag, im Winter wie im Sommer. Und das klappt auch ohne die ganzen elektronischen Helferlein.“ Natürlich müsse man aufpassen und vorausschauend fahren, weiß Hadeler: „Wenn Oldtimerfahren leicht wäre, hieße es ja auch Fußball.“

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