Adventskonzerte in beiden Ortsteilen

Musikkapelle Südlohn

OEDING Der Titel „sinfonisches Blasorchester“ ist mehr als eine musikalische Standortbeschreibung. Er stellt sicherlich auch ein ganz besonderes Qualitätsmerkmal dar. Und das bewies am Wochenende einmal mehr die Musikkapelle mit ihren beiden Adventskonzerten.

von Von Georg Beining

, 20.12.2009, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Musikkapelle Südlohn beim Konzert in der Jakobus-Kirche in Oeding.

Die Musikkapelle Südlohn beim Konzert in der Jakobus-Kirche in Oeding.

Das Hauptorchester eröffnete mit „Einzug der Gäste“ aus Tannhäuser und reichte die Strahlkraft dieser Wagner-Oper ungebrochen an die begeisterten Zuhörer weiter. Daniel Bengfort hatte den Dirigentenstab des Jugendorchesters beiseite gelegt und spielte als Solist mit seiner Posaune im Stück „Morceau Symphonique“ von Alexandre Guillmant (1837-1911). Diese zweisätzige Suite gehörte zu den anspruchsvollsten Darbietungen des Abends. Dann der Solist Michael Bengfort mit seinem Sopransaxofon: Begleitet vom Hauptorchester spielte er „Oblivion“ des argentinischen Komponisten, Bandoneon-Spielers und Erfinders des „Tango Nuevo“ Astor Piazzolla. Michael Bengfort machte nicht den Fehler und „ertrank“ in Piazzollas musikalischer Melancholie und „Tristeza“. Ganz im Gegenteil: Er beantwortete sie mit wunderbarer Leichtigkeit, Geradlinigkeit und Transparenz – ein besonders reizvoller und intelligenter Kontrast.

Dass Giacomo Puccini nicht allein die italienische Oper geprägt, sondern auch den „Wilden Westen“ musikalisch verewigt hat, bewies das Orchester anschließend. Und mit „Fanfares and Alleluias“ von James Barnes ging der viel umjubelte „offizielle“ Teil des Konzerts zu Ende. Anschließend wurde es noch besinnlich und feierlich – mit Adventsliedern zum Mitsingen und zur Einstimmung auf das Fest.

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