„Ahaus.Taxi“ geht online: Transport-Dienst für Waren, Speisen, Dokumente

rnTobit Labs

Mit der Plattform „Ahaus.Taxi“ sollen Transporte von Waren, Speisen oder Dokumenten in Ahaus und seinen Ortsteilen organisiert werden. Besonders in Corona-Zeiten scheint das gefragt zu sein.

Ahaus

, 02.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Idee schlummerte schon lange in den Köpfen der Tobit-Mitarbeiter, doch konkretisiert wurde die Transportdienst-Plattform für Ahaus und seine Ortsteile bislang nicht. Doch wie in vielen anderen (digitalen) Bereichen wirkt die Corona-Krise aktuell wie ein Katalysator. Und so soll schon am Donnerstagmorgen um 8 Uhr „Ahaus.Taxi“ online gehen. Zunächst haben potenzielle Fahrer die Möglichkeit, sich zu registrieren. In ein paar Tagen soll dann das gesamte Angebot in Anspruch genommen werden können.

Jetzt lesen

Das Konzept ist simpel und basiert vom Grundgedanken her auf Dienstleistungs-Apps wie „Uber“ oder „Lyft“. Allerdings sollen nicht Menschen transportiert werden - was in Deutschland scharf reguliert und bisher weitgehend den (gelben) Taxis vorbehalten ist -, sondern zum Beispiel Waren, Dokumente oder Speisen. „Die meisten Transportaufträge werden sicher zunächst mit der Gastronomie zu tun haben. Aber auch der Handel und andere Unternehmen, sofern sie noch aktiv sind, werden das wohl nutzen“, glaubt Tobias Groten, Chef der neu firmierten Tobit Laboratories AG (kurz: Tobit Labs), die aus der Tobit Software AG hervorging.

Nachfrage wegen Corona-Krise hoch

Gerade in den Zeiten der Corona-Krise sei die Nachfrage in diesem Bereich hoch. Tobias Groten erklärt: „Es können auch Privatpersonen Transportaufträge geben. Der Auftraggeber muss selbst weder die Start- noch die Zieladresse sein. Man kann also beispielsweise für seine Mutter etwas irgendwo bestellen und zu ihr bringen lassen.“ Ein praktisches Angebot, gerade, wenn sich ein Familienmitglied oder Bekannter wegen des Coronavirus in Quarantäne befindet.

Jetzt lesen

Die Lieferungen ausführen sollen nicht etwa die Tobit-Mitarbeiter, sondern genau wie bei Uber oder Lyft Privatpersonen. Die können sich kostenlos registrieren, egal, ob sie mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs sind. Auf „Ahaus.Taxi“ sehen die Fahrer dann die Transport-Angebote und was ihnen dafür gezahlt werden würde. Das Geld erhalten sie direkt nach Abschluss des Auftrages. Einzige Bedingung für die Fahrer sind die Verwendung des Klarnamens und eines Porträts.

„Ahaus.Taxi“ basiert weitgehend auf Vertrauen

Ansonsten basiert „Ahaus.Taxi“ auf Vertrauen. „Es gibt kein Kleingedrucktes. Wir vertrauen darauf, dass du pünktlich und verschwiegen bist. Dass du schnell bist, aber nicht schneller als erlaubt“, heißt es im Erklärungstext. Als Auftraggeber kann man den Fahrer bewerten – und umgekehrt. Außerdem sieht der Auftraggeber in Echtzeit die Position des Fahrers, allerdings nur während der Ausführung des Transports.

Jetzt lesen

Das über „Ahaus.Taxi“ generierte Einkommen müssen die Fahrer in der Steuererklärung angeben. Der Freibetrag beträgt pro Jahr 410 Euro. Nach dem ersten erfolgreich durchgeführten Auftrag erhalten alle Fahrer ein rotes Ahaus-Taxi-Schild, damit sie erkannt werden können. „Das hat natürlich keinen rechtlichen Wert. Man darf damit weder in die Fußgängerzone noch zu schnell fahren. Aber so erkennt man, dass das jemand ist, der im Auftrag unterwegs ist“, erklärt Tobias Groten.

Lesen Sie jetzt