Ahaus und Corona: Entspannung, aber nicht Entwarnung

Coronavirus

Die Stadt kehre langsam zum normalen Leben zurück, erklärte Bürgermeisterin Karola Voß im Rat. Allerdings rechnet die Verwaltung mit einem coronabedingten Defizit von rund 7,57 Millionen Euro.

Ahaus

, 02.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Rat tagte im Kulturquadrat an der Wüllener Straße. Eine Rückkehr in den Ratssaal sei aber schon möglich, erklärte Bürgermeisterin Karola Voß.

Der Rat tagte im Kulturquadrat an der Wüllener Straße. Eine Rückkehr in den Ratssaal sei aber schon möglich, erklärte Bürgermeisterin Karola Voß. © Stadt Ahau

Bürgermeisterin Karola Voß sprach von einer „Entspannung, aber nicht Entwarnung“. Damit meinte sie die aktuelle Corona-Lage in Ahaus. Seit dem 12. Juni hat sich in Ahaus keine Person mehr mit dem Coronavirus infiziert. „Wir kehren langsam zum normalen Leben zurück“, sagte sie in der jüngsten Sitzung des Rates.

Das Gremium tagte im Kulturquadrat an der Wüllener Straße. „Es wäre im Grunde auch möglich, wieder im Ratssaal zu tagen“, berichtete die Bürgermeisterin.

Finanzielle Auswirkungen

Kämmerer Hans-Georg Althoff berichtete über die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise. Er informierte, dass bislang 242 Betriebe Anträge auf die Anpassung der Vorauszahlung der Gewerbesteuer gestellt hätten. Die Steuerstundungen haben ein Volumen von 650.000 Euro.

Hans-Georg Althoff rechnet im aktuellen Etat mit einem Minus von rund 7,57 Millionen Euro. Noch unklar ist, wie die coronabedingten Gewerbesteuer-Ausfälle der Kommunen aufgefangen werden. „Wir hoffen, dass wir am Ausgleich partizipieren“, erklärte Hans-Georg Althoff. „Die Frage ist: Wie sieht der Verteilungsschlüssel aus?“

Neue Infos nach der Sommerpause

Eine Spitzabrechnung soll es laut Hans-Georg Althoff wohl nicht geben, vielmehr einen pauschalen Ausgleich. Weitere Erkenntnisse werde er in der ersten Sitzung des Rates nach der Sommerpause mitteilen, erklärte der Kämmerer.

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