Ahauser Vereine meiden unnötige Risiken

Cold Water Challenge

Aus einem Internetspaß wurde am Dienstagabend bitterer Ernst: In Isselburg ist bei einem Videodreh zur Cold Water Challenge ein Radlader mit 2000 Litern Wasser in der Schaufel umgekippt und auf eine Gruppe von Menschen gestürzt. Ein Mann wurde dabei getötet, vier weitere zum Teil schwer verletzt. Auch in Ahaus dreht die Aktion noch ihre Runden.

AHAUS

, 30.07.2014, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gerade hat der Polizeichor Hamaland sein Video veröffentlicht. Allerdings noch kurz bevor die traurige Nachricht aus Isselburg bis nach Ahaus kam. „Wir haben uns aber nur in den Regen gestellt und ein Lied gesungen“, sagt der Vorsitzende Alois Helling (Foto). Für ihn und die Mitglieder des Polizeichores habe der Spaß an der Aktion im Vordergrund gestanden. „Wir wollten eben nicht als Spielverderber auftreten – wären aber auch niemals ein Risiko für die Aktion eingegangen“, fügt er dann noch schnell hinzu. Für gefährliche Videodrehs wie den mit dem Radlader in Isselburg oder dem Muldenkipper in Mettingen vor ein paar Wochen – bei dem es ebenfalls mehrere Verletzte gegeben hatte – hat er allerdings überhaupt kein Verständnis.

Ähnlich scheinen es auch andere Vereine in Ahaus und Umgebung zu halten. Von spektakulären Aktionen mit schweren Maschinen und tonnenschweren Wassermassen ist dort nichts zu sehen. Eher waten die Mitglieder durch verschiedene Schwimmbecken, spielen Musik mitten im Pool oder lassen sich von Rasensprengern durchnässen.

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