Ahauser Vergabeverfahren für Baugrundstücke dient Jülich als Vorbild

Grundstücke

Seit dem Jahr 2018 werden in Ahaus die Baugrundstücke nach einem Punktesystem vergeben. Das hat sich herumgesprochen. In Jülich beantragte die CDU, ebenfalls ein solches Verfahren zu entwickeln.

Ahaus

, 01.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Ahaus werden die städtischen Baugrundstücke seit dem Jahr 2018 nach einem Punktesystem vergeben.

In Ahaus werden die städtischen Baugrundstücke seit dem Jahr 2018 nach einem Punktesystem vergeben. © Christian Bödding

Das Ahauser Vergabeverfahren für Wohnbaugrundstücke hat es bis nach Jülich geschafft. Dort sollen nach dem Vorbild der Stadt Ahaus die Verwaltung und die Stadtentwicklungsgesellschaft ein Vergabeverfahren entwickeln, das nicht nur ein reines Losverfahren ist, sondern einem Punktesystem zugrunde liegt.

Blick auf die Ahauser Richtlinie

Das hatte die CDU in Jülich beantragt – und ihrem Antrag im Hauptausschuss die 2018 vom Ahauser Rat verabschiedete „Richtlinie zur Vergabe von städtischen Wohnbaugrundstücken“ beigefügt.

Bislang kommt in Jülich ein notarielles Vergabeverfahren zum Zuge – auch Verlosung genannt. Es entstehe der Eindruck, das Jülicher benachteiligt werden, argumentierte die CDU.

Jetzt lesen

In Ahaus werden seit 2018 Grundstücke nach einer Rangfolge vergeben, die anhand eines Punktesystems ermittelt wird. So erhalten zum Beispiel Alleinstehende null Punkte, eheähnliche Gemeinschaften bekommen 20 Punkte.

Kritik von den Grünen

Die Grünen in Jülich monieren an dem System, dass Alleinstehende im Verfahren von Ahaus null Punkte bekommen würden. Dieses Verfahren benachteilige Homosexuelle und Menschen, die ungewollt alleine seien.

Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs stellte klar, dass es nicht um eine reine Übernahme der Vorlage aus Ahaus gehe. Vielmehr solle auf dieser Grundlage ein eigenes Konzept entwickelt werden.

Lesen Sie jetzt