Aktion von Eintracht Ahaus: Eis und Pizza für Altenpfleger und Co.

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Eine Aktion für Menschen, die aktuell an „vorderster Front“ arbeiten, hat Eintracht Ahaus gestartet. Mit Eis oder Pizza wollen sie Mitarbeitern in systemrelevanten Berufen Danke sagen.

Ahaus

, 02.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Altenpfleger, Krankenschwestern, Supermarkt-Verkäufer: Während der Corona-Krise stehen plötzlich Berufsgruppen im Fokus, denen von einem großen Teil der Gesellschaft vorher eher wenig Beachtung geschenkt wurde. Der Sportverein Eintracht Ahaus hat nun eine Aktion gestartet, die sich an Mitarbeiter aus genau diesen systemrelevanten Berufen wendet.

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„Wir wollen nicht einfach nur Danke sagen oder klatschen, sondern dieses Dankeschön auch mit einer kleinen Aufmerksamkeit verbinden“, erklärt Stefan Kappenstiel, Vorsitzender des Ahauser Vereins. Ihm ist am Wochenende die Idee gekommen, Hilfe für die örtlichen Gastronomen mit einer weiteren guten Tat zu verbinden.

Pizza und Eis als kleines Dankeschön

„Wir wollen den Menschen mit Eis oder Pizza eine Freude machen, die jeden Tag an vorderster Front aktiv sind“, so Kappenstiel. Zeitgleich könne man damit den Cafés und Restaurants unter die Arme greifen, deren regulärer Betrieb aktuell ruht. Anfang der Woche besprach er die Idee mit weiteren Verantwortlichen des Klubs. Über die Resonanz ist sogar der Vorsitzende selbst erstaunt.

Die Idee zu der Aktion stammt von Stefan Kappenstiel, Vorsitzender von Eintracht Ahaus.

Die Idee zu der Aktion stammt von Stefan Kappenstiel, Vorsitzender von Eintracht Ahaus. © Sascha Keirat

„Die Seniorenmannschaften haben genau wie die Altherren-Abteilung sofort ihre Unterstützung zugesagt. Innerhalb eines Tages hatten wir schon rund 1000 Euro an Spenden zusammen“, berichtet Stefan Kappenstiel. Durch Unterstützung der örtlichen Banken ist der Betrag bis zum Donnerstag auf über 2000 Euro gewachsen. Und die Spenden auf die eigens für die Aktion eingerichteten Konten laufen weiter.

Ersten Lieferungen am Wochenende

Am Wochenende sollen nun die ersten Lieferungen ausgetragen werden. Erste Abnehmer wurden bereits gefunden: das Seniorenheim in Wessum und die Ahauser Feuerwehr. „Wir wissen natürlich, dass das Geld nicht für alle Einrichtungen reicht, aber vielleicht gibt es ja auch Nachahmer“, denkt Kappenstiel schon weiter. Die Auslieferung werden – anders als zunächst geplant – die Ahauser Gastronomen selbst vornehmen.

„Wir als Verein hätten unsere Hilfe angeboten, aber durch die Corona-Krise sind die Gastronomen mittlerweile sehr gut auf Lieferservice eingestellt. Deshalb überlassen wird das gerne den Profis“, sagt der Vorsitzende. Zeitlich beschränkt sei die Aktion nicht. „Wir werden so lange weitermachen, bis das Geld aufgebraucht ist.“

Info

Wer Interesse hat, die Aktion zu unterstützen, kann sich direkt an Stefan Kappenstiel wenden, Tel. (0152) 29517999 oder über die Facebook-Seite von Eintracht Ahaus.
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