Alstätter Frauenpower fürs Goldene Buch

Der beste Chor im Westen

Die „Young Voices“ aus Alstätte sind „Der beste Chor im Westen“. Dafür wurde den Sängerinnen am Montagabend ein ganz besondere Ehre zuteil.

Ahaus

von Von Rupert Joemann

, 06.02.2018, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Chormitglieder trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Ahaus ein

Die Chormitglieder trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Ahaus ein © Stadt Ahaus

Die Stadt Ahaus hat sich auf ihre Art und Weise vor den Sängerinnen der Young Voices verneigt. Bürgermeisterin Karola Voß ließ am Montagabend den roten Teppich für die Chormitglieder ausrollen. Über diesen Teppich betraten die Sängerinnen das Rathaus, um sich in das Goldene Buch der Stadt Ahaus einzutragen.

Die letzten Alstätter, die sich in das Goldene Buch eintragen durften, waren 1994 die Fußballer der Kolpingsfamilie für den Gewinn der Deutschen Kolping-Meisterschaft. Und jetzt die Gewinnerinnen des WDR-Wettbewerbs „Der beste Chor im Westen“.

„Viele haben mitgefiebert“

„Der Chor hat Ahaus und Alstätte toll verkauft“, sagte Bürgermeisterin Karola Voß. Auf eine ganz charmante Weise hätten die Sängerinnen Werbung für die Region betrieben. Karola Voß beschrieb die Auftritte der Alstätterinnen als liebenswert, engagiert, motiviert, natürlich und sympathisch. „Viele haben mitgefiebert“, sagte Karola Voß. Der Frauenchor hätte eine unglaubliche Begeisterung ausgelöst.

Für die Frauen sei es „eine besondere Ehre“, so Chorleiterin Martraud Leeners, sich ins Goldene Buch eintragen zu dürfen. Zur Überraschung vieler durften alle 73 anwesenden Teilnehmerinnen sich mit ihrer Unterschrift verewigen. „Das ist schon etwas Besonderes“, meinte Sängerin Louisa Eing. Jetzt tauchen ihre Namen nur ein paar Seiten hinter Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., auf, der sich am 27. Oktober 1998 in dem 1935 vom Fabrikanten Isaak van Delden gestifteten Buch verewigte. Zuletzt hatten sich der ehemalige bayerische

Bürgermeisterin Karola Voß ehrte im Ratssaal den Chor Young Voices.

Bürgermeisterin Karola Voß ehrte im Ratssaal den Chor Young Voices. © Stadt Ahaus

Ministerpräsident Edmund Stoiber und der weltbekannte Musiker und Komponist Gorgio Moroder eingetragen.

„Das war ein unvergessliches Erlebnis“, meinte Nicole Martin Lopez über den Wettbewerb. „Der Wettbewerb hat uns als Chor sehr zusammengeschweißt“, fügte Stephanie Fleer hinzu. Als eine „emotionale Reise“ bezeichnete Siliva Ahler die Proben und Fernsehauftritte. Am Montagabend wurde den Sängerinnen das noch einmal vor Augen geführt. Die Verwaltung spielte Videosequenzen mit den schönsten und emotionalsten Momenten der Auftritte ein. „Da hat man noch einmal alles Revue passieren lassen und wieder Herzflattern bekommen“, so Nicole Martin Lopez.

„Es war schon stressig“

„Das ist wieder sehr präsent gewesen“, sagte Chorleiterin Martraud Leeners. Auch Sophia Rolfes fand es schön, alles noch einmal zu sehen, „aber es war schon stressig“, sagte sie rückblickend. Aber auf jeden Fall sei es eine Erfahrung wert gewesen, so Annika Gerwing. Auch wenn der Chor in einer großen Gruppe gesungen hat, eine Möglichkeit sich vor den Fernsehkameras zu verstecken, habe es nicht gegeben, so Louisa Eing. „Martraud hat uns bei den Proben gut darauf vorbereitet“, sagte Annika Gerwing. „Ich habe mit Spannung alle Sendungen verfolgt. Sie können stolz sein auf Ihre Leistung“, sagte Karola Voß. Beim Eintragen ins Goldene Buch wurden noch einmal Lieder aus dem Wettbewerb eingespielt. Anschließend gab es einen kurzen Live-Auftritt – mit strahlenden und stolzen Sängerinnen.

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