Die Bauarbeiten am Radweg entlang der Umflut haben begonnen. Viel zu sehen ist allerdings noch nicht. Bis Mitte Dezember soll das erste Teilstück gesperrt werden. © Stephan Rape
Radverkehrskonzept

Arbeiten an den neuen Radwegen entlang der Umflut haben begonnen

Allererste Spuren des neuen Radverkehrskonzepts sind in Ahaus schon zu sehen: Die Arbeiten an der Umflut haben begonnen. In der Schlossstraße klappt das noch nicht – weil keine Firma Zeit hat.

Seit einem Monat ist das neue Radverkehrskonzept beschlossene Sache. Unter Hochdruck soll daran gearbeitet werden, die Situation für Radfahrer zu verbessern. Im Radfahreralltag gibt es aber erst ganz zarte Spuren des Wandels.

Als eine der ersten Baustellen soll ein Teilstück des Radwegs an der Umflut angegangen werden. Zwischen der Unterführung an der Wüllener Straße und der Kreuzung mit der Straße Kottland haben die Arbeiten begonnen. Der Weg wird verbreitert, ausgebessert und mit einer geschlossenen Asphaltdecke ausgebaut.

An der Einmündung von der Straße Kottland in den Radweg an der Umflut ist bisher noch nicht viel von einer Baustelle zu sehen. Geplant ist, dass die Sperrung bis Mitte Dezember dauert.
An der Einmündung von der Straße Kottland in den Radweg an der Umflut ist bisher noch nicht viel von einer Baustelle zu sehen. Geplant ist, dass die Sperrung bis Mitte Dezember dauert. © Stephan Rape © Stephan Rape

Die Absperrbaken am Kottland sind im Moment noch an die Seite geschoben. Lediglich einige Bäume wurden zurückgeschnitten oder gefällt. Erst unmittelbar vor der Auffahrt zur Wüllener Straße geht es nicht mehr weiter. Dort wurde bereits das Pflaster aufgenommen. Arbeiten laufen dort am Mittwochvormittag allerdings nicht.

Nachfrage bei der Stadt: Bisher liege dort alles im Zeitplan. „Wir haben alle Vergaben getätigt“, sagt der Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner. Entsprechend würden die Firmen jetzt nach und nach mit der Arbeit beginnen. Geplant war die Sperrung bisher bis ungefähr Mitte Dezember.

Radweg wird bis 2023 aufwendig ausgebaut und erweitert

Die weiteren Abschnitte – einmal von der Wüllener Straße bis Vredener Dyk und dann noch die beiden Unterführungen – sollen 2022 und 2023 umgesetzt werden. Insgesamt geht die Stadt Ahaus von rund 920.000 Euro Baukosten aus. Die würden allerdings zu 80 Prozent gefördert. Ahaus müsste so noch 184.000 Euro stemmen.

Auf der Schlossstraße hingegen dauert es noch etwas, bis die neue Fahrradstraße auch sichtbar wird. Sehr wahrscheinlich werden die Piktogramme erst im Frühjahr aufgetragen.
Auf der Schlossstraße hingegen dauert es noch etwas, bis die neue Fahrradstraße auch sichtbar wird. Sehr wahrscheinlich werden die Piktogramme erst im Frühjahr aufgetragen. © Stephan Rape © Stephan Rape

Anders die Situation auf der Schlossstraße: Mit der Verabschiedung des Radverkehrskonzeptes wurde sie zur Fahrradstraße umgewidmet. Fahrradfahrer haben auf dem Strecke von der Wüllener Straße bis zum Kreisverkehr an der Frauenstraße Vorfahrt, dürfen sogar nebeneinander fahren. Autofahrer müssen Rücksicht nehmen, sich hinter ihnen einordnen und sind auf der Straße nur zu Gast – wie auf den Schildern zu lesen ist. Als Tempolimit gelten 30 km/h.

Noch keine Farbe auf der Straße

Bisher weisen allerdings nur die großen Infotafeln am Straßenrand auf die geänderten Verkehrsregeln dort hin. Angedacht sind auch Piktogramme sowie rote Farbe auf der Straße. Bis die aufgetragen wird, geht aber wohl noch einige Zeit ins Land: Das hatte Thomas Hammwöhner im Oktober bereits angekündigt. Aus der Vermutung wurde jetzt allerdings Gewissheit: „Die Firmen, die wir angefragt haben, haben die Auftragsbücher voll“, sagt er.

Natürlich könne es sein, dass ein Auftrag wegbreche und die Schlossstraße auf der Warteliste nach vorne rutsche. Dann müsse aber gleichzeitig das Wetter passen. Denn die Farbe kann nur bei passenden Temperaturen und Trockenheit aufgetragen werden. „Die Wahrscheinlichkeit, dass das in diesem Jahr noch klappt, ist also sehr gering“, erklärt Thomas Hammwöhner. Das werde also vermutlich erst im kommenden Frühjahr etwas.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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