Langer Aufenthalt in der Mittagssonne kann langfristige Folgen haben

rnGefahr für die Haut

Besonders im Hochsommer ist es wichtig, sich vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Auch ohne Sonnenbrand drohen schwerwiegende Langzeitfolgen, wie ein Hautarzt aus Ahaus erklärt.

Ahaus

, 05.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den warmen Temperaturen in diesen Tagen bietet sich ein gemütliches Sonnenbad an. Doch es lauert, wenn man nicht aufpasst, immer Gefahr für die Haut. Gerade in dieser Jahreszeit, wie der Ahauser Hautarzt Dr. Maximilian Petri weiß. „Gerade im August ist die Sonneneinstrahlung bei uns sehr hoch, nicht viel niedriger als in südlichen Ländern“, warnt er.

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Neben Sonnenbränden, die bei schwerem Verlauf Blasenbildung und Hautablösung zur Folge haben können, erhöht der ungeschützte Aufenthalt in der Sonne das Risiko für Hautkrebs. Dabei gibt es zwei Typen: Der schwarze Hautkrebs tritt seltener auf und ist gefährlicher als der weiße. „Durch ungeschützten Aufenthalt in der Sonne kauft man sich Lotterietickets, dass man Hautkrebs bekommen kann“, sagt Maximilian Petri.

Zwischen 11 und 15 Uhr höchste Belastung

Vor allem Sonnenbrände in der Kindheit würden das Risiko für Hautkrebs erhöhen, erklärt er. Deshalb sollte man unbedingt die Haut der Jüngsten schützen. „Besonders wichtig ist ein textiler UV-Schutz. Dazu sollte man eine Sonnencreme ohne starke Chemikalien verwenden“, empfiehlt Maximilian Petri.

Die Nutzung von Sonnencreme ist besonders in den Sommermonaten wichtig.

Die Nutzung von Sonnencreme ist besonders in den Sommermonaten wichtig. © picture alliance/dpa

Sechs Hauttypen werden unterschieden, hier gehören die meisten den Typen zwei bis vier an. „Damit kann man sich ungeschützt zwischen fünf und 30 Minuten in der Mittagssonne aufhalten“, erläutert der Hautarzt. Um sich vor der stärksten UV-Einstrahlung zu schützen, sollte man Aktivitäten im Freien in der Mittagshitze zwischen 11 und 15 Uhr vermeiden. „In diesem Zeitraum kommt ein sehr hoher Teil der UV-Strahlung runter“, sagt Maximilian Petri.

Auch ohne Sonnenbrand Langzeitschäden möglich

Wenn man doch einen Sonnenbrand erlitten hat, hilft neben kühlenden Cremes eine Dusche oder ein Bad, um die Körpertemperatur zu senken. Bei schwereren Fällen kann ein Hautarzt eine Schmerztablette oder schmerzstillende Creme verschreiben, um die Entzündungsreaktion abzumindern. Insgesamt ist die Zahl der Patienten, die mit Sonnenbränden in die Praxis kommen, rückläufig, was in diesem Jahr laut Maximilian Petri vor allem mit dem Rückgang des Tourismus zusammenhängt.

Auch wenn man keinen Sonnenbrand bekommt, kann zu intensives Sonnenbaden dennoch langfristig schaden. „Mögliche Folgen sind vermehrte Faltenbildung, Pigmentstörungen und auch Hautkrebs“, zählt Maximilian Petri auf. Wer sich aber mit Bedacht der Sonne aussetzt, kann von der UV-Strahlung durchaus auch profitieren. Denn durch sie wird Vitamin D freigesetzt, das verschiedene Stoffwechselvorgänge begünstigt. „Gar keine Sonne ist auch nicht gesund“, betont Maximilian Petri deswegen ausdrücklich.

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