Reaktion auf Corona: Augenklinik Ahaus bietet für kranke Patienten Video-Sprechstunde an

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Die Augenklinik Ahaus reagiert auf die Corona-Pandemie: Wer sich mit dem Virus infiziert hat, sich in Quarantäne befindet oder Symptome aufweist, kann die Video-Sprechstunde nutzen.

Ahaus

, 19.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der Augenklinik Ahaus sind im Normalfall täglich Hunderte Patienten in Behandlung. Um das Risiko einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in den Praxisräumen zu minimieren, hat das Team um dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl nun entschieden, zu neuen Mitteln zu greifen.

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Ab sofort gibt es für Patienten, die entweder positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, sich in Quarantäne befinden oder auch nur Erkältungssymptome aufweisen, eine Video-Sprechstunde. Telemedizin gegen Coronavirus, lautet die Devise.

Wer krank ist oder sich krank fühlt, sollte nicht unter Leute

Caroline Böcker, Teamleiterin Marketing bei der Augenklinik Ahaus, erklärt den Hintergrund: „Wer krank ist, sich krank fühlt oder zu einer der Risikogruppen gehört, sollte aktuell nicht unter Leute. Wer dennoch akute Probleme am Auge hat, ist natürlich trotzdem auf Hilfe angewiesen.“ Deshalb wird bei Anrufen nun klar differenziert: Handelt es sich um einen Notfall, der auch weiterhin nur in der Augenklinik behandelt werden kann, oder könnte der Videochat zunächst ausreichen?

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„Ein gerötetes Auge können unsere Ärzte auch über die Kamera betrachten. Anhand der zurückliegenden Befunde und Aktenvermerke kann so vielen Patienten schon geholfen werden“, erklärt Caroline Böcker. Das Verfahren ist dabei sehr einfach. Wer einen Termin zur Video-Sprechstunde vereinbart, erhält einen Link. Der kann zur vereinbarten Uhrzeit angeklickt werden. Dann müssen nur noch die Zugangsdaten eingetragen werden und die Konferenz mit dem behandelnden Arzt beginnt.

Bei Notfällen ist vorgesorgt

Feste Zeiten gibt es dafür noch nicht. Wenn die Nachfrage aber da ist - so wie es die aktuelle Lage vermuten lässt - sollen an jedem Wochentag Sprechstunden stattfinden. Für den Fall, dass es sich bei einem Patienten tatsächlich um einen echten Notfall handelt und eine Coronavirus-Infektion oder Symptome vorliegen, wurden weitgehende Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

„Sie bekommen Mundschutz und Kittel, werden in einem gesonderten Bereich behandelt. Es wird noch mehr desinfiziert und die Patienten werden gebeten, nichts anzufassen und wenn möglich auf einen Gang zum WC zu verzichten“, erklärt Caroline Böcker.

In der Augenklinik wurden schon in der vergangenen Woche viele Maßnahmen zu Vorbeugung einer Virusausbreitung getroffen. Bei jeder telefonischen Terminvergabe und am Empfang der Praxis werden zum Beispiel drei Fragen gestellt: Waren Sie in einem Risikogebiet? Hatten Sie Kontakt zu einer infizierten Person? Haben Sie Symptome, die auf eine Virusinfektion hinweisen?

Begleitpersonen werden außerdem gebeten, sich außerhalb der Augenklinik aufzuhalten, um das Personenaufkommen in der Praxis so gering wie möglich zu halten. Die regelmäßig stattfindenden Infoveranstaltungen wurden abgesagt, auf das Händeschütteln wird wie überall verzichtet.

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