Ausstellung zeigt Architektenideen für Kulturzentrum

Stadhalle und Stadtbücherei

Mal gläsern, mal golden oder gar grün bewachsen. Trutzig, geschwungen oder klare Kante. 19 Mal ganz verschieden Antworten haben Architekten und Landschaftsplaner auf die Frage gefunden: Wie soll das neue Kulturzentrum mit Stadthalle und Stadtbücherei und ihr Umfeld aussehen? Jetzt werden alle Wettbewerbsbeiträge im Foyer des Rathauses öffentlich ausgestellt.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 24.05.2012, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Ausstellungseröffnung: Martin Halfmann, Bürgermeister Felix Büter und Darius Cwiek vor dem Modell des Wettbewerbssiegers.

Bei der Ausstellungseröffnung: Martin Halfmann, Bürgermeister Felix Büter und Darius Cwiek vor dem Modell des Wettbewerbssiegers.

Cwiek betonte, er habe besonderen Wert auf die Aufteilung des Gesamtvolumens gelegt, so dass Stadthalle und Stadtbücherei klar erkennbar und doch funktional verbunden seien. Besonderes Augenmerk richtete er auf das Entree und die Platzbildung, die gleichzeitig eine Verbindung in Richtung VHS und Musikschule schaffe. Der zweitplatzierte Entwurf von Martin Halfmann erhält den Kern der alten Stadthalle: „Das Gebäude hat eine lange Zeit den Raum geprägt. Architekten sind zunächst immer bestrebt, bestehende Gebäude zu erhalten. Das könne in diesem Fall aber nur der Rohbau der Stadthalle sein, ohne die Anbauten. Um diese „Keimzelle“ sieht Halfmann eine lichtdurchflutete, verglaste Halle vor, der gemeinsame Eingangsbereich für Stadthalle und die Stadtbücherei. Halfmann lobte die Entscheidung der Stadt, vor dem Bau der Stadthalle einen Architektenwettbewerb durchzuführen: „Das ist eine unglaublich gute Chance, ein sehr große Vielfalt an Lösungsmöglichkeiten zu erhalten.“

Neben dem Entwurf des Stuttgarter Büros C1 Architekten von Darius Cwiek (mit g2-Landschaftsarchitekten, ebenfalls aus Stuttgart), die aus dem Preisentscheid als Sieger hervorgegangen waren, sowie den Arbeiten der Zweit- und Drittplatzierten, Halfmann Architekten ais Köln mit Arbos Freiraumplanung aus Hamburg und Bez+Kock Architekten ais Stuttgart mit Lohrberg Stadtlandschafts Architektur aus Stuttgart erhielten drei weitere Büros vom Preisgericht eine Anerkennung: Funke + Popal Architekten aus Oberhausen, B19 Architekten aus Weimar sowie Berger Röcker Architekten ebenfalls aus Stuttgart.

Das Preisgericht unter Vorsitz des Ahauser Heiner Farwick hatte am 23. April getagt und entschieden. Nach dem Entscheid billigte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr das Urteil und beauftragte die Verwaltung, in das Verhandlungsverfahren einzutreten. „Mit der Zuerkennung von Preisen und Anerkennungen ist die erste Stufe des Vergabeverfahrens abgeschlossen“, erklärte Bürgermeister Felix Büter gestern. „Im Rahmen der sich anschließenden zweiten Stufe des Vergabeverfahrens, dem Verhandlungsverfahren, werden die drei Preisträger zu Auftragsgesprächen eingeladen“, so Büter weiter. Nach Abschluss der Auftragsgespräche wird die Stadt den Vertrag mit dem Preisträger schließen, „der im Hinblick auf die gestellte Aufgabe am ehesten die Gewähr für eine sachgerechte und qualitätsvolle Leistungserfüllung bietet“, wie es in der Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen heißt. Über die Auftragsvergabe selbst entscheidet der Rat der Stadt Ahaus nach der Sommerpause. Die Grundsteinlegung könnte im Frühjahr 2013 sein. „Das ist unser Ziel“, so Büter. Nach 18 Monaten Bauzeit könnte dann die Eröffnung im Spätsommer 2014 gefeiert werden.  Die Ahauser haben nun bis zum 22. Juni die Gelegenheit, sich selbst ein ausführliches Bild von den eingereichten Beiträgen zu machen. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Ferner gibt es eine Dokumentation, die ausführlich über den gesamten Wettbewerb berichtet. Sie ist als Broschüre im Rathaus erhältlich oder kann von der Internetseite der Stadt Ahaus heruntergeladen werden. 

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