Badesaison droht baden zu gehen

Ahaus Die Sonne lacht über das ganze Gesicht - nur leider nicht vom Himmel herab, sondern von der weißen Wettertafel am Haupteingang zum Wellenfreibad. Die dunkel drohenden Wolken darüber passen so gar nicht zu dem strahlenden Himmelskörper, eher zu den mäßigen Temperaturen - und zu der noch mäßigeren Zahl der Freibadbesucher in dieser Saison: gerade einmal 26 635.

10.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

«Es kann ja noch was werden», sagt Schwimmmeister Franz-Josef Bülter und blickt tapfer über das fast leere Wellenbecken zu seinen Füßen. Lediglich um die 20 Badegäste ziehen dort ihre Bahnen, unter ihnen auch Corinna (23) und Denise (22) aus Alstätte. Sie lassen sich die Ferien nicht verregnen: «Wir haben Saisonkarten und schwimmen bei jedem Wetter.» Eine Ausnahme: Denn die meisten Besucher wollten nicht nur im Wasser, sondern auch in der Sonne baden, so Bülter.

Damit er und sein Team «normale Ferien-Werte» von 7500 bis 10 000 Badegästen pro Tag zählen könnten, müsste sich die Quecksilbersäule schon zwei bis drei Tage lang auf der 25-Grad-Marke einpendeln. Zum Vergleich: Bei regnerischen 20 Grad seien am vergangenen Wochenende 550 Gäste gekommen - an beiden Tagen zusammen. Und die hätten wie auch gestern immer wieder unfreiwillig das Wasser verlassen müssen: «Bei Gewitter ist das sonst lebensgefährlich», begründet der Schwimmmeister.

Dabei hat die Sonne in diesem Jahr bereits mehrfach über das ganze Gesicht gelacht und attraktives Freibadwetter beschert - Ende April. Da waren noch keine Wasserratten, sondern Handwerker im Bad. «Wir haben erst am 6. Mai geöffnet», so Bülter. Am 12. Juni sei der bisherige Besucherrekord aufgestellt worden - mit 1880 Gästen. Am Sommeranfang waren es 291 - bei Kälte und Regen... sy-

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