Beatrix Wantia ist mit Leib und Seele Ortsvorsteherin von Wessum

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Ehrenämter in Wessumer Vereinen, Ratsarbeit, Familienleben – und dann auch noch Ortsvorsteherin: Beatrix Wantia jongliert in Wessum mit einer Menge Terminen – und freut sich über die Aufgaben.

Wessum

, 22.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beatrix Wantia (58) ist mit voller Überzeugung Ortsvorsteherin von Wessum. Gerade erst wurde sie vom Rat in diesem Amt bestätigt. Einstimmig. Sie sieht sich als Bindeglied zwischen ihrem Ortsteil und der Verwaltung. Gleichzeitig seien die repräsentativen Aufgaben sehr schön. Bei runden Geburts- oder Hochzeitstagen werde sie überall nett empfangen. „Die Menschen freuen sich, wenn ich die Glückwünsche überbringe“, sagt sie.

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Wessum sei dabei eine ideale Mischung: Einerseits ein sehr autarkes Dorf mit einem starken ehrenamtlichen Engagement und einer großen Vielfalt im Vereinsleben. Andererseits sei der Weg nach Ahaus so kurz, dass man leicht auch die Vorteile der Kernstadt für sich nutzen könne. „Aber natürlich beansprucht man als Wessumer seine Eigenständigkeit“, sagt die Ortsvorsteherin schmunzelnd.

Das muss sie als geborene Wessumerin natürlich auch sagen. „Für mich ist es undenkbar, von hier wegzugehen“, erklärt die 58-Jährige. Bis auf eine kurze Zeit in der Ausbildung habe sie den Ort auch nie verlassen. „Ich fühle mich hier wohl. Hier im und um das Dorf kann man enorm viel machen“, sagt Beatrix Wantia. Die Lebens- und Wohnqualität wolle sie um nichts in der Welt eintauschen.

Gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung

Das Amt der Ortsvorsteherin hatte sie 2019 von Heinrich Lefert übernommen, der es aus gesundheitlichen Gründen abgelegt hatte. Sie habe also bei dieser Wahl gewusst, worauf sie sich einlässt. „Und ich habe mich gerne zur Wahl gestellt“, sagt sie. Als Politikerin sei ihr eine gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung wichtig. Nur dann könne es für beide Seiten einen Erfolg geben.

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Und als Ansprechpartnerin für die Menschen im Ort stehe sie gerne für alle Anliegen zur Verfügung. Das sei ihr bisher auch nie zur Last gefallen. Im Gegenteil: „Ich bin gerne mit den Menschen im Gespräch“, sagt sie.

Klar, als sie mit der politischen Arbeit anfing, habe sie den Aufwand noch völlig unterschätzt. „Da wusste ich gar nicht, was auf mich zukommt“, sagt sie im Rückblick. Lange Rats- und Ausschusssitzungen, viele Termine – in der Summe sei das ganz locker ein Halbtagsjob. Aber einen den sie gerne erfüllt. Und für den sie sich auch gerne für jeden Termin Zeit nimmt.

Ehrenämter werden nur von der Familie überholt

Mit einer Ausnahme: „Die Familie steht für mich an oberster Stelle“, sagt die Mutter von zwei Töchtern. Doch direkt danach folgen ihre Ehrenämter. Das habe sie immer mit Leib und Seele gemacht, erklärt sie. Ganz gleich ob im Kirchenchor, im Heimatverein, in der Schulpflegschaft oder eben in der Politik: 16 Jahre sitzt sie inzwischen für die CDU im Rat. Die Stunden hat sie nicht gezählt.

Viel wurde in Wessum schon umgesetzt: Das neue Dorfgemeinschaftshaus etwa, das kurz vor der Corona-Pandemie eröffnet werden konnte oder die Neugestaltung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof.

Aufgaben in den Ortsteilen gleichen sich

Dennoch bleibe noch einiges zu tun: Die Aufgaben gleichen dabei denen in den anderen Ortsteilen: Keine Bauplätze, keine Gewerbegrundstücke. In drei Jahren könnten vielleicht die ersten Bauherren den Grundstein für ihr Eigenheim legen. „Schneller geht es einfach nicht“, sagt sie mit Blick auf gesetzliche Vorgaben und den Verwaltungsapparat. Auch bis zur Umgestaltung des Wessumer Festplatzes werde noch einige Zeit vergehen.

Auch das sind Themen, die in den anderen Ortsteilen oder der Kernstadt genauso anliegen. „Das Gleichgewicht muss passen“, sagt sie. Nur so seien am Ende alle Menschen in der Stadt zufrieden. Das funktioniere aber gut. Jeder Ort habe eben seine Schwerpunkte, werde von der Verwaltung aber gleichwertig behandelt.

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