Braunkohle soweit das Auge reicht

06.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Braunkohle soweit das Auge reicht

<p>Viel erfahren über den Abbau und die Bedeutung von Braunkohle haben jetzt 45 Mitglieder der Ottensteiner KAB. privat</p>

Ottenstein Eine Gruppe von 45 Mitgliedern der KAB St. Josef Ottenstein besuchte kürzlich bei strahlendem Herbstwetter den rheinischen Tagebau Garzweiler.

Unter fachkundiger Führung machten sich die Teilnehmer mit dem Tagebau vertraut. Zusammen besichtigte man das Abbaufeld, angrenzende Rekultivierungsgebiete und einen Umsiedlungsort.

Jede vierte Kilowattstunde Strom werde in Deutschland aus Braunkohle erzeugt, hieß es. Der Energieträger habe einen Anteil von rund 25 Prozent an der gesamten deutschen Stromerzeugung. In Nordrhein-Westfalen würden sogar 40 Prozent des Stroms mit Braunkohle aus dem Tagebau des rheinischen Reviers zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach erzeugt. Braunkohle sei preiswert und in unserem Land in großen Mengen verfügbar. Im rheinischen Revier leben viele Menschen mit und von der Braunkohle: Viele tausend Arbeitsplätze im Bergbau, in den Kraftwerken und in den Zulieferbetrieben seien damit über Jahrzehnte gesichert.

Der Tagebau Garzweiler erstreckt sich zurzeit westlich von Grevenbroich bis in das südliche Gemeindegebiet von Jüchen. Zur Sicherung der Energieversorgung wurde der Tagebau ab 2006 in westlicher Richtung nahtlos in das 48 Quadratkilometer große Anschlussfeld Garzweiler II fortgeführt.

Dort lagern in maximal 210 Metern Tiefe 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle, die bis 2044 abgebaut werden sollen und rund 40 Prozent der rheinischen Braunkohlenförderung ausmachen.

Ein gemeinsames Abendessen auf dem "Prickings-Hof" rundete das Programm ab. An Erfahrungen und Eindrücken reicher geworden, fuhren die Teilnehmer wieder in Richtung Heimat zurück.

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