Bürgerinitiative: „Die nächsten Castoren sollen Ende des Jahres kommen“

Kein Atommüll in Ahaus

Nach Informationen der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ soll noch in diesem Jahr atombombentauglicher Atommüll aus München nach Ahaus transportiert werden.

Vreden

, 28.06.2020, 15:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Felix Ruwe (2.v.l.) und Heiner Möllers (l.) hielten bei der Mahnwache jeweils eine Rede.

Felix Ruwe (2.v.l.) und Heiner Möllers (l.) hielten bei der Mahnwache jeweils eine Rede. © Victoria Garwer

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ hat bei einer Mahnwache am Sonntagnachmittag erklärt, warum sie davon ausgeht, dass noch in diesem Jahr atombombentauglicher Atommüll nach Ahaus transportiert werden könnte.

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„Das Oberverwaltungsgericht hat bei den Betreibern des Forschungsreaktors München 2 nach einem Zeitplan gefragt“, sagte Felix Ruwe von der Bürgerinitiative. Die Antwort: Im dritten Quartal 2020 soll die Aufbewahrungsgenehmigung vorliegen, im zweiten Halbjahr dann die Transportgenehmigung. „Die Betreiber wollen schon im vierten Quartal 2020 den ersten Transport von hochangereichertem Müll nach Ahaus durchführen“, so Felix Ruwe.

Demonstrationen im Herbst schon angekündigt

Das wolle die Bürgerinitiative nicht einfach so hinnehmen. „Wir müssen uns wehren“, meinte Felix Ruwe. Sein Kollege Heiner Möllers forderte deswegen die Anwesenden auf, Mund-zu-Mund-Propaganda zu machen. „Bringt so viele Leute mit wie möglich. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir im Herbst zahlreich auf die Straße gehen, um zu protestieren.“

Rund 25 Personen sind zur Mahnwache gekommen. Einige haben Fahnen mitgebracht.

Rund 25 Personen sind zur Mahnwache gekommen. Einige haben Fahnen mitgebracht. © Victoria Garwer

Zu der Mahnwache in der Ahauser Innenstadt waren rund 25 interessierte Bürger gekommen. Sie schwangen ihre Fahnen und quittierten die Reden von Felix Ruwe und Heiner Möllers mit Applaus.

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