Bürgerinitiative feiert 40 Jahre Widerstand

„Kein Atommüll in Ahaus"

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ blickte am Sonntag in der Stadthalle auf ihre Anfänge zurück. Es gab Lob – und Kritik.

Ahaus

, 08.10.2017, 19:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hartmut Liebermann, Heiner Möllers und Felix Ruwe (v.l.) von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ an einer Fotowand, auf der Bilder aus 40 Jahren Widerstand zu sehen waren.

Hartmut Liebermann, Heiner Möllers und Felix Ruwe (v.l.) von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ an einer Fotowand, auf der Bilder aus 40 Jahren Widerstand zu sehen waren.

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40 Jahre Widerstand

Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" blickte am Sonntag in einer Feierstunde in der Stadthalle auf 40 Jahre Widerstand zurück.
08.10.2017
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© Christian Bödding
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Vier Jahrzehnte Widerstand in Ahaus – ein Grund zum Feiern: Die Bürgerinitiative (BI) „Kein Atommüll in Ahaus“ hatte am Sonntagvormittag dazu in die Stadthalle eingeladen. Gut 150 Gäste, darunter langjährige Weggefährten, Vertreter der politischen Parteien, der Verwaltung und der Kirchengemeinde, erinnerten sich an die Anfänge und den „Tag X“. Damals, am 20. März 1998, rollte der Castor nach Ahaus. Auf Fotos und mit Zeitungsausschnitten hatte die BI das im Foyer der Stadthalle dokumentiert.

"Die Feinde werden weniger"

Heiner Möllers, der Vorsitzende der Bürgerinitiative, hieß die Gäste willkommen. „Die Feinde werden weniger“, sagte Möllers mit Blick in die Runde. Sein Dank galt denjenigen Mitstreitern, die im Hintergrund wirken würden. „Diese Arbeit macht den Protest erst möglich.“ Möllers Fazit mit Blick auf vier Jahrzehnte Widerstand: „Wir machen weiter.“ Hartmut Liebermann, einer der Gründer der Bürgerinitiative, verlas mehrere Grußworte. Dr. Nikolaus Schneider, Leiter der Volkshochschule, schrieb der BI: „Sie waren für Ahaus der Stachel im Fleisch, als auch das Salz in der Suppe.“ Elisabeth Reckers überbrachte als stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg Grüße aus dem Wendland. „Wir waren und sind dankbar für die Arbeit, die von Ahaus ausgegangen ist. Ihr seid immer vorgeprescht.“

Humorvolle Zwischentöne

Zwischen den Grußworten sorgte Kabarettist Henning Ruwe für humorvolle Zwischentöne. Ruwe bezeichnete die BI-Mitglieder als „kritische Masse“ und das Zwischenlager als „Öde an die Freude“. Peter Münster und Mechtild Schröder sangen „Die Ballade vom Ahauser Atommüll“ und weitere Songs aus 40 Jahren Protest. Hartmut Liebermann gab einen Abriss von der formellen Gründung der Bürgerinitiative am 20. Oktober 1977 bis zu aktuellen Aktivitäten. So habe sich die Stadtverwaltung nicht um das Zwischenlager gerissen, „aber mit der Hoffnung auf Arbeitsplätze hat sie alles getan, um das Zwischenlager durchzusetzen.“ Liebermann berichtete von Erfolgen – und Niederlagen. „Über den Tag X erspare ich uns Einzelheiten, was da alles an Tricksereien von Seiten der Behörden gelaufen ist.“

Bürgermeisterin Karola Voß lobte an der BI die „Kraft, Ausdauer und Verantwortung für unsere Umwelt“, die in ihr stecke. „Sie haben das Bewusstsein der Ahauser Bevölkerung verändert.“  

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