Bürgerschützen St. Georg feiern Regenwetter einfach weg

525-jähriges Bestehen

Den Regenschirm statt das Holzgewehr hatten viele Schützen am Sonntag zum großen Festakt des Bürgerschützenvereins St. Georg Ottenstein geschultert. Pünktlich zu Beginn des Festmarsches öffnete der Himmel nämlich seine Schleusen.

OTTENSTEIN

, 21.06.2015, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Schützenbrüder ließen sich vom Dauerregen nicht die festliche Stimmung verderben.

Diese Schützenbrüder ließen sich vom Dauerregen nicht die festliche Stimmung verderben.

Die Schaulustigen, die unter dem Regenschirm fast eine Stunde lang am Straßenrand ausgeharrt hatten, wurden enttäuscht: Die zahlreichen Gastvereine, die im Festtagsstaat angereist waren, marschierten nicht wie geplant in einer großen Festparade durch den Ort.

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So war das Jubiläums-Schützenfest

Der Bürgerschützenverein St. Georg Ottenstein besteht seit 525 Jahren. Mit einem rauschenden, mehrtägigen Festreigen haben die Schützen mit vielen Gästen gefeiert.
21.06.2015
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Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
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Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
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Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
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Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
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Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Eindrücke vom Ottensteiner Jubiläumsschützenfest© Foto: Anna-Lena Haget
Kaiserschießen Ottenstein© Foto: Anna-Lena Haget
Kaiserschießen Ottenstein© Foto: Anna-Lena Haget
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Stattdessen wurde der Sternmarsch ins Festzelt im Park verlegt. Die Abordnungen mit Königspaaren und Offizieren marschierten durch ein Meer von Schirmen zum Zelt, wo es wenigstens trocken war. Unter anderem feierten Vereine aus Ahaus und den Ortsteilen Wüllen, Wessum, Alstätte und Lünten den 525. Geburtstag der Ottensteiner Bürgerschützen mit.

Anderes Wetter gewünscht

"Der Regen ist ja gut für die Bauern, aber dass das ausgerechnet jetzt sein muss!" so der Stoßseufzer eines Festbesuchers angesichts der feuchten Witterung, die vielen Besuchern die feierliche Stimmung zu verderben drohte. Auch die Organisatoren hatten sich sicherlich etwas anderes Wetter gewünscht.

Doch spätestens, als die Ehrengäste, welche die St.-Georgs-Schützen zu ihrem 525. Bestehen eingeladen hatten, mit musikalischer Begleitung in die Festarena einmarschierten, war das schlechte Wetter schon fast wieder vergessen.

Bier gegen Wasser

Am Eingang wurden die Gastvereine vom gesamten Ottensteiner Throngefolge besucht. Kaiser Hermann Niemeier mit Kaiserin Annette Hippers, das amtierende Schützenkönigspaar Elmar Höink und Susanne Kleinpas mit Gefolge und das Kinderschützenkönigspaar Anaïs Boessinger und Michel Upgang standen Spalier.

Die ganz Hartgesottenen ließen sich unterdessen nicht einmal vom Unwetter über ihren Köpfen abschrecken. Mit guter Laune feierten viele draußen am Bierstand das schlechte Wetter weg.

Durchlauchte Karriere

Jetzt kann er nur noch Papst werden – Hermann Niemeier hat am Samstag beim Kaiserschießen des Bürgerschützenvereins St. Georg Ottenstein den Vogel von der Stange geholt. Ausgerechnet beim 222. Schuss fielen um 19.28 Uhr die letzten Reste des Schützenadlers und machten Hermann Niemeier zum Schützenkaiser. Damit setzt der Ottensteiner seiner durchlauchten Laufbahn die Krone auf.

1989 durfte Niemeier sich Prinz Karneval nennen. 1998 errang er die Königswürde beim Schützenfest in Ottenstein. Am Samstagabend kam als logische Konsequenz die Kaiserwürde dazu. Frenetisch gefeiert wurde die Dreifach-Hoheit von seinen Schützenbrüdern, die Niemeier, Spitzname „Beckes“, sofort auf ihre Schultern nahmen und hochleben ließen.

Krönung durch Königspaar

Der gebürtige Alstätter war zuvor gegen 14 andere Schützenkönige angetreten, die alle treffsicher auf den Vogel gehalten hatten - und er setzte sich souverän durch. Mitregentin ist Annette Hippers, die auch schon 1998 als Königin mit ihm auf dem Thron saß. Das Kaiserpaar wurde vom amtierenden Schützenkönigspaar Elmar Höink und Susanne Kleinpas gekrönt.

Dann ging es zur Polonaise mit Vorstand, Offizieren und den anderen ehemaligen Königspaaren ins Festzelt. König Elmar Höink gibt sein Amt übrigens nicht in dieser Saison an den neuen Kaiser ab, wie er klarstellte. „Ich danke nicht ab. Ich habe noch ein Jahr Verlängerung“.

Beginn mit Frühschoppen

Für die Hoheit, seine Königin und alle Schützen hatte das Fest nach einem fröhlichen, bunten Abend am Freitag bereits am Samstagvormittag mit einem Frühschoppen begonnen. Nach dem Ausholen der früheren Königspaare aus dem Haus Hoppe und dem Zug zum Kriegerehrenmal wurde dort ein Kranz niedergelegt.

Kaiser Hermann Niemeier und Kaiserin Annette Hippers hielten die Feierlichkeiten übrigens in kleinem Rahmen. Keine pompösen Kleider, kein Throngefolge – nur ein ausgelassenes Schützenfest mit Familien, Freunden und allen anderen Festgästen.

 

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