Corona-Bußgelder: Ahauser Ordnungsamt ahndet 45 Verstöße gegen Verordnung

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Das Ordnungsamt der Stadt Ahaus erhöht die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Schutzverordnung. Seit Mitte März wurden mittlerweile 45 Verfahren wegen Verstößen eingeleitet.

Ahaus

, 08.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Frühjahr während des ersten Lockdowns traf man in Ahaus überdurchschnittlich oft Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts an. Damals kontrollierten sie vor allem die Einhaltung des zu diesem Zeitpunkt verhängten Kontaktverbots. Im Sommer, als überall die Corona-Infektionszahlen sanken, wurden auch die Kontrollen reduziert.

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Das hat sich jetzt wieder geändert. Woche für Woche werden neue Rekordzahlen vom Robert-Koch-Institut veröffentlich. Auch in Ahaus scheint trotz des „Lockdown 2.0“ noch kein Ende in Sicht. Daher ist das Ordnungsamt wieder vermehrt auf Streifzug, wie Stefan Hilbring von der Stadt-Pressestelle auf Anfrage erklärt. Schwerpunkte lägen dabei nicht nur bei Gastronomie und Handel, sondern auch in Bussen und Schulen.

Verstöße gegen Maskenpflicht und Kontakt-Listen

Die Bilanz: Bisher wurden 45 Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung verhängt. Seitdem Mitte März die ersten Maßnahmen in Kraft traten, wurden also pro Monat rund sechs Vergehen geahndet. Und um welche handelt es sich?

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„Maskenpflicht, Kundenkontaktdatenerhebung und Zusammentreffen mehrerer Personen im öffentlichen Raum“, zählt Stefan Hilbring als die häufigsten Verstöße gegen die Corona-Regeln auf. Auch einige Ahauser Gastronomen nahmen es mit der Einhaltung offenbar nicht immer so genau. Insgesamt vier Betriebe wurden daher im Laufe der Pandemie zur Kasse gebeten.

Polizei ist unterstützend tätig

Hilfe erhielt und erhält das Ordnungsamt bei seinen Kontrollen von der Polizei. „Wir sind unterstützend tätig“, erklärt Thorsten Ohm vom Presseteam der Kreispolizei. Allerdings erklärt er auch: „Von unserer Seite gibt es keine reinen Corona-Überprüfungen von zum Beispiel gastronomischen Betrieben. Die Beamten kommen zur Hilfe, wenn das Ordnungsamt sie ruft und auch sonst halten die Streifendienste natürlich ihre Augen offen.“

Keine Option war es für die Stadt Ahaus im Übrigen, ein Portal zu eröffnen, über das Bürger Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung melden können. Unter anderem die Stadt Essen hatte für das Projekt massive Kritik geerntet. Stefan Hilbring erklärt: „In Ahaus stand das bislang nicht zur Debatte. Beschwerden werden meist telefonisch oder per E-Mail gemeldet.“

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