Coronavirus im Kreis Borken: Alle Ereignisse vom 21. bis 29. März zum Nachlesen

Coronavirus

Im Kreis Borken gibt es aktuell 438 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Eine 78-jährige Vredenerin ist am Wochenende an den Folgen der Infektion gestorben.

Kreis Borken

29.03.2020, 13:15 Uhr / Lesedauer: 13 min
Über 400 Personen im Kreis Borken wurden bereits positiv auf das Coronavirus getestet.

Über 400 Personen im Kreis Borken wurden bereits positiv auf das Coronavirus getestet. © picture alliance/dpa

Die Ereignisse und Entwicklungen rund um das Coronavirus überschlagen sich zum Teil. Daher berichten wir aktuell in diesem Liveblog. Die Ereignisse vom 6. bis 20. März können Sie hier nachlesen.


Das Wichtigste im Überblick:

  • Fünfter Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Borken am 28. März
  • Stand 29. März, 16.50 Uhr: 438 Infektionen (424) im Kreis Borken. 75 Personen (58) sind inzwischen gesundet.
  • Ahaus: 61 Infektionen (58) – darin 12 gesundete Personen
  • Heek: 3 Infektionen (3)
  • Legden: 7 Infektionen (7)
  • Stadtlohn: 5 Infektionen (5)
  • Südlohn: 6 Infektionen (6)
  • Vreden: 37 Infektionen (35) – darin 3 gesundete Person (1 neu) und eine Verstorbene
  • Im Regierungsbezirk Münster hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf 2.297 erhöht (Stand Sonntag, 29. März, 11 Uhr).

Morgens gibt es immer aktuelle Zahlen von der Bezirksregierung Münster, die allerdings nur Zahlen für die einzelnen Kreise veröffentlicht. Erst am frühen Abend gibt es ein Update vom Kreis Borken mit den Zahlen für die einzelnen Kommunen.



Sonntag, 29. März
17.30 Uhr:
Die Bezirksregierung Münster hat zum Abend noch einmal aktualisierte Zahlen geliefert: Demnach sind im gesamten Regierungsbezirk Münster 2325 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand 17 Uhr). Aufgrund eines technischen Fehlers konnten die aktuellen Zahlen der Infektionen in der Stadt Münster jedoch nicht geliefert werden.
16.50 Uhr:
Der Kreis Borken hat am frühen Nachmittag die aktuellen Zahlen zur Verbreitung des Coronavirus im Kreis mitgeteilt. Demnach ist die Zahl der Infizierten erneut leicht gestiegen. Sie liegt jetzt bei 438 gegenüber 424 am Samstag. 75 Personen sind inzwischen gesundet, fünf Personen sind an den Folgen der Infektion verstorben (eine Person aus Rhede, eine aus Gronau, eine aus Isselburg, eine aus Bocholt und eine aus Vreden).
13.15 Uhr:
Wie der Kreis Borken gerade mitgeteilt hat, ist am Samstagabend eine 78-jährige Vredenerin an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. Die Frau war dem Kreis demnach als positiv getestet bekannt und befand sich in angeordneter Quarantäne. Sie lebte in einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Die Vorgaben seien strikt eingehalten worden, heißt es weiter. Die Frau ist das fünfte Todesopfer der Infektion im Kreis Borken.

11.30 Uhr: Die Bezirksregierung Münster hat am Sonntagmittag aktualisierte Zahlen veröffentlicht. Für den Kreis Borken hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus seit Samstagnachmittag nicht mehr verändert. Sie liegt bei 424 Infektionen. Im gesamten Regierungsbezirk Münster hat sie sich leicht erhöht und stieg von 2.244 auf jetzt 2.297 Fälle (Stand: 29. 3 2020, 11 Uhr). Der prozentuale Anstieg werde mit den Nachmittagszahlen ablesbar sein, hießt es von der Bezirksregierung.

Samstag, 28. März
18 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des Samstags, 28. März, von 2148 auf 2244 Fälle (Stand: 28. März, 17.40 Uhr) weiter erhöht. Das entspricht gegenüber dem Vortag einem Anstieg von 6,7 Prozent, so die Bezirksregierung in ihrer Pressemitteilung. Die für den Kreis Borken gemeldeten Zahlen bleiben unverändert, im Kreis Coesfeld stieg die Zahl auf 293 (264) und im Kreis Steinfurt auf 362 (338).

17 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt Stand 28. März, 16.30 Uhr bei 424 (am Vortag 399). 58 Personen (am Vortag 47) sind inzwischen gesundet.

10.50 Uhr: Die Bezirksregierung hat am Samstagmorgen (28. März)den aktuellen Stand für den Regierungsbezirk Münster bekannt gegeben. Im Kreis Borken wurden 399 Infektionen (368 am Vortag ) erfasst, in den Nachbarkreisen Coesfeld und Steinfurt liegen die Zahlen bei 274 (264) und 353 (338). In den beiden Kreisen wurde bislang ein Todesfall verzeichnet. In der Stadt Münster sind 414 (414) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, ein Mensch ist gestorben.

Insgesamt haben sich im Regierungsbezirk mit den Kreisen Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf sowie den Städten Bottrop, Gelsenkirchen und Münster 2148 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 10 Menschen sind verstorben, 339 gesundet.

Freitag, 27. März

18.17 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des Freitags von 1870 auf jetzt 2103 Fälle (Stand: 27.03.2020, 16:50 Uhr) weiter erhöht. In ausgewählten Kreisen stellt sich die Lage laut Bezirksregierung aktuell wie folgt dar (erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: gestrige Meldung am Nachmittag):

Kreis Borken 399 (368), gesundet 47, verstorben 4

Kreis Steinfurt 338 (298), gesundet 54

Kreis Coesfeld 264 (232), gesundet 36, verstorben 1


15.29 Uhr:
Im Kreis Borken ist es am Freitagmorgen zu einem weiteren – damit vierten – Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen: Eine schwer mehrfach erkrankte 82-jährige Bocholterin ist im Bocholter Krankenhaus verstorben. Das teilt der Kreis Borken mit. Wie bei Covid-19 Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war die Patientin dort auf der Isolierstation untergebracht, wo sie dann in den frühen Morgenstunden verstorben ist.

11.42 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des Donnerstags von 1792 auf jetzt 1870 Fälle (Stand: 26. März 17.50 Uhr) weiter erhöht. In ausgewählten Kreisen stellt sich die Lage laut Bezirksregierung aktuell wie folgt dar (erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: gestrige Meldung am Nachmittag):

Kreis Borken 375 (368), gesundet: 41, verstorben 3

Kreis Steinfurt 328 (298), gesundet: 37

Kreis Coesfeld 245 (232), gesundet: 36

Donnerstag, 26. März

17 Uhr:
Landrat Dr. Kai Zwicker beruft Dienstag (31. März) den „Krisenstab Wirtschaft“ ein. Ziel des Gremiums ist es, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie im Westmünsterland zu eruieren und Strategien zur Abmilderung zu entwickeln.

16 Uhr:
Um eine noch weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter aus Osteuropa angeordnet.

Erntehelfer aus Polen oder Rumänien kommen zwar nicht aus Risikogebieten, wohnen aber in der Saison oftmals in Gemeinschaftsunterkünften, fahren in Bussen von Feld zu Feld und arbeiten dicht beieinander. In Zeiten der Corona-Krise den getroffenen Sicherheitsbestimmungen nicht zuträglich.

14.30 Uhr:
Die Elternbeiträge in Kitas, Tagespflege und Offenem Ganztag werden im April infolge der Corona-Krise landesweit ausgesetzt. Das kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstagmittag in einer Pressekonferenz an. Dieses Vorgehen sei mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart worden. Die Kitas und Schulen in NRW waren vor knapp zwei Wochen geschlossen worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

13.30 Uhr:
Weil die Verbreitung des Coronavirus „dynamisch“ voranschreitet, werden im Kreishaushalt 2020 vorsorglich und außerplanmäßig fünf Millionen Euro per Dringlichkeitsbeschluss bereitgestellt.

Das Geld soll beispielsweise zur Stärkung der medizinischen und pflegerischen Infrastruktur eingesetzt werden. Das betrifft vor allem die Bereiche „Gesundheits- und Bevölkerungsschutz“.

10.30 Uhr:
Im Kreis Borken ist es am späten Mittwochnachmittag (25. März) zu einem dritten Todesfall in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen. Eine schwer mehrfach erkrankte 85-jährige Isselburgerin ist auf der Intensivstation des Bocholter Krankenhauses verstorben. Die Frau war zunächst auf der Isolierstation untergebracht. Nach Verschlechterung ihres Zustandes wurde sie auf die Intensivstation verlegt, wo sie dann verstorben ist.


Mittwoch, 25. März

19 Uhr:
Wir waren vor Ort im Dorf Münsterland, haben uns die Vorbereitungsarbeiten angesehen und mit den Beteiligten gesprochen: Das Behandlungszentrum für Corona-Patienten ist eingerichtet, das am Donnerstag, 26. März, in Betrieb geht.


16 Uhr:
Die Aussichtsplattformen im Zwillbrocker Venn sind wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Erfreulicherweise seien die Flamingos dorthin zurückgekehrt, schreibt der Kreis in einer Mitteilung. Das führe nun allerdings dort zu einem erhöhten Besucheraufkommen von beiden Seiten der Grenze. Die Abstandsregelungen auf den Kanzeln dort wurden leider zum großen Teil nicht eingehalten. Aus diesem Grund sind die Kanzeln am Zwillbrocker Venn jetzt geschlossen.

15.30 Uhr: Im Dorf Münsterland in Legden richtet die Kassenärztliche Vereinigung gerade ein Behandlungszentrum für Corona-Patienten in. Alle Infos haben wir wir in einem extra Artikel für Sie zusammengefasst.

14 Uhr:
Das Land NRW stellt eine Soforthilfe für Künstler bereit, die wegen der Corona-Krise kein Einkommen mehr haben. Es geht zunächst um fünf Millionen Euro. Laut Mitteilung des Ministeriums können Künstlerinnen und Künstler, denen durch die Absage von Engagements finanzielle Engpässe drohen, eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro beantragen. Diese Soforthilfe kann mittels kurzen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden.

12.30 Uhr:
Die Kinder sind zu Hause statt in der Schule. Aber trotzdem müssen sie weiter lernen. „Eltern sind aber keine Lehrer und sollen es auch nicht sein“, stellen die Schulpsychologen des Kreises Dr. Sascha Borchers und Philipp Deing klar. Sie haben Tipps für Eltern zusammengestellt.

11.15 Uhr:
Der Kreis Borken sorgt sich auch um die psychische Gesundheit der Bürger. „Der Ausbruch des neuen Corona-Virus macht vielen Menschen Angst, die zu Schlafstörungen und depressiven Symptomen führen kann. Die massiven Einschränkungen im Alltagsleben wie beispielsweise Kontaktverbote und Hamsterkäufe verstärken die psychischen Belastungen zusätzlich“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Sozialpsychiatrische Dienst hat dazu ein paar Ratschläge formuliert. Beratung gibt es auch unter Tel. (02861) 821077 und E-Mail: t.hoeing@kreis-borken.de. Die Mitarbeiter sind montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 13 Uhr erreichbar.


Dienstag, 24. März

19 Uhr:
In Ahaus werden die ersten Schützenfeste abgesagt oder verschoben. Auch in Ellewick denkt der Schützenverein über eine Verschiebung in den Oktober nach.

15.30 Uhr:
Im Kreis Borken hat es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben: Am Dienstagmorgen (24. März) verstarb im Bocholter Krankenhaus ein 69-jähriger Mann aus Gronau. Der Patient hatte sich zuvor wegen einer schweren Vorerkrankung in Behandlung im Krankenhaus befunden.

Wie bei Coronavirus-Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war er seit der Infektion ohne anderen Patientenkontakt isoliert untergebracht. Er war zuletzt auf der Intensivstation, wo er in den frühen Morgenstunden leider verstorben ist.

Leider muss wie beim ersten Todesfall davon ausgegangen werden, dass sich der Patient im Krankenhaus infiziert hat, da beide Patienten zuvor auf dem gleichen Zimmer gelegen haben. Eine Infektion durch Besuch, bevor das Besuchsverbot in Kraft war, oder eine Infektion durch den Mitpatienten sind nicht auszuschließen.

14 Uhr:
Streaming-Dienste fahren die Videoqualität zurück, tausende Angestellte arbeiten plötzlich von zu Hause aus. Können die Netzanbieter das stemmen? Wir haben mal nachgefragt, wie es mit den Internetverbindungen hier in der Region aussieht.


Montag, 23. März

16.51
Uhr: Im Kreis Borken haben sich alle Kommunen auf eine schnelle und unbürokratische Entlastung der Familien verständigt. Die Abbuchung der Elternbeiträge für Kita und Tagespflege wird für den Monat April vorerst gestoppt. Eltern, die bisher per Einzelüberweisung oder Dauerauftrag den monatlich Elternbeitrag überweisen, können die Zahlung ebenfalls für den April aussetzen. Sollte die Schließungszeit länger andauern, verlängert sich auch die Aussetzung der Beitragszahlung. Dies gilt auch für Eltern, die die zentralen Funktionsbereiche des öffentlichen Lebens sicherstellen und deshalb die Notfallbetreuung nutzen.

15.30 Uhr
Landrat Dr. Kai Zwicker bittet zusammen mit der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Annette Scherwinski erneut eindringlich darum, die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege zu beachten. Landrat Dr. Kai Zwicker: „Nur so können sie vor Coronavirus-Infektionen geschützt werden.“ Anweisungen des Personals der Häuser müsse daher unbedingt gefolgt werden. Bei Zuwiderhandlungen werde unverzüglich die Polizei hinzugezogen, weist der Landrat auf den Ernst der Lage hin.

12.24 Uhr:
Erstmals hat es jetzt im Kreis Borken einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben: Auf der Intensivstation des Bocholter Krankenhauses verstarb am späten Sonntagabend gegen 22 Uhr ein 63-jähriger Mann aus Rhede.

Der Patient hatte sich zuvor in chirurgischer Behandlung im Krankenhaus befunden. Wie bei Coronavirus-Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war er ohne anderen Patientenkontakt auf einer Isolierstation untergebracht. Aufgrund seines sehr rapide fortschreitenden Krankheitsverlaufs und einer rasch fortschreitenden Verschlechterung seines Zustandes wurde der Mann am Sonntagnachmittag auf die Intensivstation verlegt, wo er in den späten Abendstunden verstorben ist.

11.18 Uhr:

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des Sonntagnachmittags von 1311 Fälle auf jetzt 1334 (Stand: 23. März 10.55 Uhr) weiter erhöht. Aktuell gibt es im Regierungsbezirk Münster 47 Gesundete. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage in ausgewählten Kreisen aktuell wie folgt dar (erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: Meldung gestern 17 Uhr, gesundete Personen):

Kreis Borken: 282 (282), gesundet: 11

Kreis Steinfurt: 207 (201), gesundet: 6

Kreis Coesfeld: 152 (152), gesundet: 15


Sonntag, 22. März

17 Uhr:
Alle Restaurants und Gaststätten werden geschlossen, das teilte Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntagabend mit. Außerdem gibt es ein Kontaktverbot von mehr als zwei Personen. Eine Ausgangssperre gibt es nicht. Das Kontaktverbot gilt wie alle anderen Maßnahmen vorerst bis zum 19. April. Ein Verstoß kann bis zu 25.000 Euro kosten.

12 Uhr:
Das Corona-Virus wirkt sich auch auf Sport und Freizeit der Menschen aus. Die Pferdebetriebe aber trifft es doppelt: Neben dem Schutz vor Ansteckung von Mensch zu Mensch geht es auch um das Tier.

10 Uhr:
Für Gastronomen, Einzelhändler, Selbstständige ist der Weg zur Bank oft der erste in der Corona-Krise. Vielen drohen mit der Schließung ihrer Betriebe bereits Liquiditätsengpässe.

Samstag, 21. März

17.15 Uhr:
Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell bei 274 (gestern 252). Das teilte der Kreis am Samstagabend mit.

13.00 Uhr:
Man stelle sich in Ahaus Polizeibeamte im Schutzanzug vor. Ein Bild, das es so (noch) nicht gibt. Es zeigt aber, wie problematisch in Zeiten von Corona der Einsatz der Polizei ist.

10.15 Uhr:
Die Bezirksregierung Münster hat am Samstagmorgen den aktuellen Stand der mit dem Coronavirus infizierten Menschen. Im Regierungsbezirk Münster seien 1.158 Infektionen registriert worden. Das sind 32 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden aber auch 17 gesundete Patienten gezählt. Gute Nachricht für den Kreis Borken. Die Zahl der 252 Infizierten ist seit dem Vorabend nach Informationen der Bezirksregierung nicht gestiegen.

Freitag, 20. März

18.20 Uhr: Die Supermarkt-Ketten in Ahaus reagieren auf die Hamsterkäufe. Teilweise appellieren sie an den gesunden Menschenverstand, teilweise werden Waren aber auch bereits rationiert.

18 Uhr:
Öffentliche Orte wie Spielplätze dürfen aktuell nicht betreten werden. Beispielsweise in Heek werden die Corona-Regeln auch vom Ordnungsamt kontrolliert. Bei Missachtung droht ein Bußgeld.

17.40 Uhr:
Eigentlich sollte die Grenze in die Niederlanden nun für Nicht-EU-Bürger dicht sein. Kontrollen gibt es aber scheinbar nicht. Wir waren vor Ort. Und in unserem Nachbarland muss ein junger Mann nun für mehrere Monate ins Gefängnis - er hatte Polizisten mit der Aussage Corona-infiziert zu sein angehustet.

Jetzt lesen


17.20 Uhr:
Die neusten Zahlen der Infizierten im Kreis Borken sind da: Aktuell gibt es 252 (209) infizierte Personen. In Ahaus wurden aber erstmals auch zwei genesene Personen bestätigt. Im Regierungsbezirk Münster stieg die Zahl von 929 auf 1126 Fälle.

16.40 Uhr:
Das Bauchnabelpiercing einer 19-jährigen Vredenerin hatte sich entzündet während sie sich in Quarantäne befand. Hilfe suchte sie vergeblich. Nun rechtfertigt sich das Krankenhaus.

15.35 Uhr:
Die Schließung vieler Geschäfte zum Schutz vor dem Coronavirus bedroht zahlreiche Existenzen. Auch Karin Wesseler aus Stadtlohn kämpft um ihre Buchhandlung. Viele ihrer Stammkunden zeigen sich nun aber solidarisch.

15.05 Uhr:
Weitere Freiwillige melden sich, um anderen in der Corona-Not zu helfen. In Legden hat das Jugendhaus Pool zwar aktuell geschlossen, doch das Team des Jugendhauses will nun anderen helfen, indem sie einkaufen gehen. Sie suchen noch Mitstreiter.

14.30 Uhr:
Der Kreis Borken sucht vorsorglich Freiwillige mit medizinischen Kenntnissen und Qualifikationen - „um der Ausbreitung des Coronavirus auch in den kommenden Wochen Herr werden zu können“, wie der Kreis mitteilt. Auch Medizinstudentinnen und -studenten seien eine wertvolle Unterstützung. Interessierte können sich hier melden.

13.45 Uhr:
Auch in Heek gibt es bereits eine Einkaufshilfe für diejenigen, die aktuell lieber nicht durch Supermärkte spazieren sollten.
Jetzt lesen


11.45 Uhr:
Immer mehr Menschen bieten ihre Hilfe an, um denen zu helfen, die in irgendeiner Weise durch das Coronavirus eingeschränkt sind. In Stadtlohn haben die Brüder Thomas und Maik Veldscholten vor einigen Tagen eine Facebook-Gruppe gegründet, um Hilfe zu vermitteln. Der Andrang ist riesig.
Jetzt lesen


11.30 Uhr:
Der Regierungsbezirk Münster hat die neusten Zahlen veröffentlicht: Im Bezirk gibt es nun insgesamt 997 Infektionen, am Abend zuvor waren es noch 929. Im Kreis Borken sind es nun 226 (209). Erfahrungsgemäß steigen die Zahlen allerdings im Laufe des Tages noch mal deutlicher. Das nächste Update wird für den frühen Abend erwartet - dann auch mit konkreten Zahlen für die einzelnen Kommunen.

11.20 Uhr:
Während viele Geschäfte nun geschlossen haben, haben zum Beispiel Apotheken gerade so viel zu tun wie schon lange nicht mehr. „Das Arbeitsaufkommen hat sich verdoppelt“, sagt Petra Hruby, Apothekerin aus Legden. Das ist aktuell nicht das einzige Problem.

11 Uhr:
Unser Redakteur Christian Bödding musste zum ersten Mal seit 30 Jahren seine für heute geplante Geburtstagsfeier absagen. Dennoch verspürt er am „Internationalen Tag des Glücks“ noch Glück, wie er in unserer Corona-Kolumne schreibt.

10.45 Uhr: Die Auflagen sind hart: Bars und Kneipen müssen aktuell komplett geschlossen bleiben, Spielplätze werden ebenfalls abgesperrt. Doch wer kontrolliert das eigentlich?

10 Uhr: Im Seniorenheim Henricus Stift in Südlohn gibt es einige Bewohner mit Grippesymptomen. Das sorgte zuletzt für Gerüchte im Dorf. Doch „eine Coronaerkrankung von Bewohnern ist jedoch – auch entgegen anderer Gerüchte im Ort – noch nicht diagnostiziert“, betont Einrichtungsleiter Jochen Albers.

9.30 Uhr: Aus Wüllen gibt es gute Neuigkeiten: Nachdem die Arztpraxis von Dr. Heinz Giesen und Dr. Bernhard Vöcking einige Tage nur telefonisch erreichbar war, weil eine Patientin positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kann die Praxis nun wieder öffnen. Ein Mitarbeiter musste allerdings erst noch ein zweites Mal getestet werden.

Jetzt lesen

Donnerstag, 19. März

17.45 Uhr: Lange blieb die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Stadtlohn bei Null, doch nun gibt es auch dort die ersten bestätigten Fälle.

17.15 Uhr: Die Zahl der Infektionen ist im Kreis Borken erneut deutlich gestiegen. Nun sind es insgesamt 209 bestätigte Fälle. Am Vorabend waren es noch 164. Im Regierungsbezirk Münster ist die Zahl ebenfalls weiter gestiegen: Von

16.50 Uhr: Auf Initiative von Dr. Kai Zwicker haben heute die Landräte von acht Kreisen in NRW sowie der Oberbürgermeister der Stadt Münster ein dringliches Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Horst Seehofer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gerichtet. Die Kreise machen sich darin für eine gemeinsame deutsch-niederländische Strategie gegen das Coronavirus stark.

Zurzeit könne davon – noch – keine Rede sein und das unterschiedliche Vorgehen beiderseits der Grenze konterkariere die eingeleiteten Eindämmungsmaßnahmen. Sie bitten im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung darum, schnellstmöglich eine entsprechende Regelung mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rutte zu treffen.

15.40 Uhr: Die Folgen des Coronavirus sind auch in der Landwirtschaft zu spüren. Wegen der Grenzschließungen fehlen vielen Spargelbauern die Erntehelfer. Das führt zu Problemen für die Bauern und die Verbraucher.

Jetzt lesen

12.50 Uhr: Der Kreis Borken teilt mit, dass die Labore, in denen die Corona-Tests durchgeführt werden, an ihren Kapazitätsgrenzen angekommen sind. Dr. Elisabeth Schwenzow, Leiterin des Krisenstabes des Kreises Borken betont noch mal, wie wichtig es ist, dass wirklich nur die getestet werden, die die Kriterien für einen solchen Test erfüllen. „Nur bei konsequenter Einhaltung der vorgegebenen Regeln werden die vorhandenen Testressourcen ausreichen“, sagt sie.

„Die Ärztinnen und Ärzte, die die Testungen veranlassen, tragen daher eine hohe Verantwortung für den gewissenhaften Gebrauch der Ressourcen. Wir appellieren eindringlich an alle Patienten, Verständnis für das Vorgehen der Ärzte zu zeigen.“

12.15 Uhr: Seit Dienstagabend gilt der Erlass des Landes NRW zu kontaktreduzierten Maßnahmen auch im Einzelhandel. Am Mittwoch hat sich unser freier Mitarbeiter Michael Schley mal in der Ahauser Innenstadt umgeguckt. Die Folgen sind bereits deutlich spürbar.

Jetzt lesen

11.45 Uhr: Sie kommen aus Polen, Tschechien und anderen osteuropäischen Ländern: Pflegekräfte, die Senioren in deren eigenen vier Wänden betreuen. Doch wenn sich die Länder aufgrund des sich weiter stark ausbreitenden Virus abschotten, hat das auch auf die Pflegekräfte Auswirkungen.

Jetzt lesen

10.50 Uhr: Die Zahl der im Kreis Borken ist seit gestern Abend um weitere 23 Personen auf insgesamt 187 gestiegen. Insgesamt gibt es im Regierungsbezirk Münster nun 809 Fälle. Am Vorabend waren es noch 726. Derweil gibt es in Stadtlohn die erste Teststation für Corona-Verdachtsfälle. Nicht jeder kann dort aber einfach hingehen.

10.35 Uhr: Auch die großen Restaurant- bzw. Fastfood-Ketten spüren die Auswirkungen des Coronavirus deutlich. Beatrix Jansen, die Franchise-Nehmerin des Ahauser McDonald´s erklärt, was sich alles verändert hat.

Jetzt lesen

10.15: In Heek bietet die Gemeinde Heilig Kreuz aufgrund des Coronavirus einen besonderen Service an: Einen „spirituellen Impuls“ per Whatsapp.

9 Uhr: Das Coronavirus betrifft mittlerweile jeden. Um sich zu schützen, setzen viele auf verschiedene Maßnahmen. In der Stadtlohner Sonnen-Apotheke hat Jürgen Beimesche nun eine Plexiglasscheibe installieren lassen - und neue Regeln für Mitarbeiter und Kunden aufgestellt.

Mittwoch, 18. März

18 Uhr: Nach Ahaus, Vreden und Legden gibt es nun auch die ersten bestätigten Corona-Fälle in Heek und Südlohn.

17 Uhr: Die aktuellen Zahlen für den Kreis Borken und den Regierungsbezirk Münster sind da: Im Kreis Borken ist die Zahl der Infektionen von 123 auf 164 gestiegen, im Regierungsbezirk stieg die Zahl von 565 auf 726.

15.45 Uhr: Nur ein bisschen Kopfschmerzen oder ein paar Nieser reichen momentan nicht aus, um auf das Coronavirus getestet zu werden. Wann ein solcher Test durchgeführt werden kann, erklärt der Kreis Borken.

14.30 Uhr: Seit heute gibt es keine Notfall-Betreuung für alle Kinder in Schulen und Kindergärten mehr. Nur noch Kinder von sogenannten „Schlüsselpersonen“ haben ein Anrecht auf Betreuung. Hinter den Eltern und Erziehern liegen anstrengende Tage mit vielen Gesprächen.

Jetzt lesen

14 Uhr: Seit einigen Tagen gilt in Seniorenheimen ein striktes Besucherverbot. Die Caritas Ahaus reagiert kreativ, um seinen Bewohnern weiterhin Gespräche mit Freunden und Verwandten zu ermöglichen:

11.55 Uhr: Das Virus wirkt sich auch immer mehr auf Lokale, Geschäfte und andere Betriebe aus. Einige Restaurants wie das „Gabelpunkt“ in Heek haben bereits geschlossen. Auch Musiker sind stark betroffen, da sie keine Aufträge mehr haben. Und Geschäfte wie das Modehaus Holland mussten schließen.

Jetzt lesen

11 Uhr: Im Kreis Borken haben sich die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Personen seit Dienstagabend nicht verändert. Weiterhin sind es 123. Im Regierungsbezirk Münster ist die Zahl von 565 auf 615 Fälle gestiegen. Das nächste Update wird es voraussichtlich am frühen Abend geben.

10 Uhr: In Vreden verbringt eine 19-Jährige ihre Zeit aktuell in Quarantäne, weil eine Person in ihrem Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Getestet wird sie nicht. Nun hat sie allerdings noch ein weiteres Problem: Ihr Piercing hat sich entzündet, aber niemand will ihr helfen.

Jetzt lesen

Für Personen gibt es besondere Regeln: Sie müssen ein Tagebuch führen und bekommen Kontrollanrufe. Wer sich nicht daran hält, muss mit harten Strafen rechnen.

8 Uhr: Vor allem ältere Menschen zählen zu den vom Coronavirus besonders gefährdeten Personen. Um diese Leute zu schützen, gibt es immer mehr Freiwillige, die anbieten, für Risikogruppen einkaufen zu gehen. Eine von ihnen ist die erst 15-jährige Ellena Molnar aus Ahaus.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Neu eingerichtet werden aktuell Behandlungszentren der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, die die weitere Versorgung von Coronavirus-Patienten sowie von Patienten mit respiratorischer Symptomatik übernehmen.

Lesen Sie jetzt