Coronavirus im Kreis Borken: Zahl der aktuell Infizierten sinkt stark

Coronavirus

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen sinkt im Kreis Borken weiter. Innerhalb eines Tages ist die Zahl um 24 zurückgegangen. Auch sonst gibt es positives Nachrichten.

Kreis Borken

18.04.2020, 17:18 Uhr / Lesedauer: 5 min
Die Zahl der aktuell Infizierten sinkt im Kreis Borken stark.

Die Zahl der aktuell Infizierten sinkt im Kreis Borken stark. © pixabay

Die Ereignisse und Entwicklungen rund um das Coronavirus überschlagen sich zum Teil. Daher berichten wir aktuell in diesem Liveblog.

Das Wichtigste im Überblick:

  • 28 Todesfälle im Kreis Borken
  • Stand Sonntag, 19. April, 17 Uhr: insgesamt 841 Infektionen (Vortag 839) im Kreis Borken
  • Gesundet: 582 Personen (556)
  • Aktuell infiziert: 231 Personen (255)

Aktuell infiziert in den Städten:

  • Ahaus: 38 Infektionen (gestern 38)
  • Heek: 3 (4)
  • Legden: 0 (0)
  • Stadtlohn: 15 (15)
  • Südlohn: 11 (11)
  • Vreden: 22 (33)

Die Grafik zeigt die Zahl der Neuinfizierungen im Kreis Borken:

Sonntag, 19. April
17.05 Uhr:
Landrat Dr. Kai Zwicker zeigt sich erfreut über die Entwicklung in den vergangenen Tagen. „Wenn dies so weitergeht, sind wir auf einem guten Wege“, erklärt er und betont: „Vor dem Hintergrund der jetzt aktuell anstehenden ersten Lockerungen müssen wir uns alle aber weiterhin strikt an die unverändert bestehenden Vorgaben in Sachen Hygiene und Abstandsregelung halten!“

14 Uhr:
Fünf Jugendliche beim gemeinsamen Alkoholkonsum erwischt: Gleich in mehreren Fällen musste die Polizei am Wochenende durchgreifen. Unter anderem in Ahaus und Südlohn wurde gegen die Verhaltensregeln während der Corona-Krise verstoßen.

Samstag, 18. April

17 Uhr: Landrat Dr. Kai Zwicker zeigt sich erleichtert über die positive Entwicklung der vergangenen Tage. „Es ist trotz allem weiterhin wichtig, dass wir alle die Vorgaben - insbesondere die Kontaktbeschränkung und das Abstand halten - beachten.“

16.30 Uhr:
Im Kreis Borken wurden seit Ende März bereits 6356 Anträge auf Soforthilfe an Land und Bund von Solo-Selbstständigen, Freiberuflern, Gründern sowie kleinen und mittleren Unternehmen genehmigt. Nach dem aufgrund von Betrugsfällen vorläufigen Stop der NRW-Soforthilfe können seit Freitag (17. April) wieder Anträge gestellt werden. Übrigens wurden im gesamten Regierungsbezirk sogar schon 46.740 Anträge auf Soforthilfe aus 30 verschiedenen Branchen genehmigt.


Freitag, 17. April

17.00 Uhr:
Jetzt ist auch in Südlohn ein erster Todesfall nach einer Cornona-Infektion zu beklagen: Der Kreis hat mitgeteilt, dass ein 90 Jahre alter Covid-19-Patient aus Südlohn verstorben ist.

Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell bei 832. 528 Personen sind inzwischen gesundet. 28 Personen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Neben dem Südlohner ist jetzt auch ein 79-jähriger Mann aus Gronau und verstorben.

15.30 Uhr: Die Buslinienunternehmen im Münsterland werden ab Donnerstag ihr Angebot ausweiten. Die Fahrgäste müssen aber einige Hygieneregeln beachten.

14.30 Uhr:
Der Landrat des Kreises Borken Dr. Kai Zwicker hat gemeinsam mit anderen Landräten der Region einen Brandbrief an die Bundes- und Landesregierung geschrieben. Darin beschweren sie sich darüber, dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche nicht öffnen dürfen.

Dass kleine Geschäfte den Betrieb wieder aufnehmen dürfen, wird in dem Schreiben ausdrücklich begrüßt. Dass größere Geschäfte ihre Verkaufsfläche jedoch nicht auf 800 Quadratmeter reduzieren dürfen, sorgt jedoch für Unverständnis.

„Eine solche Ungleichbehandlung ist aus Sicht der betroffenen Geschäftsinhaber, aber auch aus unserer Sicht als in der Region Verantwortliche, nicht gerechtfertigt. Ein signifikanter Mehrwert für den Infektionsschutz ergibt sich durch diese Vorgabe nicht. Sie schürt Unfrieden und mindert die Akzeptanz für die Maßnahmen insgesamt“, heißt es in dem Schreiben

Es folgt ein eindringlicher Appell, die Regelungen zu ändern.

12.30 Uhr:
Die Schulen sollen ab dem 23. April prüfungsvorbereitende Maßnahmen für Abschlussschüler anbieten. Wie genau das aussehen soll, da sind die Ahauser im Moment noch eher ratlos.

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11.40 Uhr:
Die Nachfrage nach einer Notbetreuung an den Kindergärten steigt, da ab Montag wegen der geöffneten Geschäfte wieder mehr Eltern arbeiten gehen können.

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11.15 Uhr:
Geschäfte mit maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen ab Montag wieder öffnen. In Ahaus sorgt das auf der einen Seite für Freude, auf der anderen Seite für Frust.

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1 1 Uhr: Die Kirmes in Vreden steht auf wackeligen Füßen. Eigentlich fällt das Volksfest nicht in die Frist, in der Großveranstaltungen abgesagt werden müssen. Aber das heißt nicht, dass die Kirmes auf jeden Fall stattfindet.

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Donnerstag, 16. April
17 Uhr:
Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell bei 822 (gestern 804). 500 Personen (gestern 464) sind inzwischen gesundet. 26 Personen sind inzwischen leider im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Damit hat sich die Zahl der Todesfälle um drei erhöht: Verstorben sind leider ein 88-jähriger Mann aus Borken, eine 83-jährige Frau aus Ahaus und eine 85-jährige Frau aus Gronau.

14.45 Uhr: Eine denkwürdige Sitzung des Kreisausschusses des Borkener Kreistages findet heute seit 14 Uhr statt. Gleich werden sich die Ausschuss-Mitglieder mit Dringlichkeitsbeschlüssen zur Errichtung von Kreis-Krankenhilfeeinrichtungen und Behandlungszentren, zum Ankauf von Schutzausrüstung für Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und zur Vergütung der Schülerbeförderung bei Ausfall der Fahrten aufgrund der Corona-Pandemie befassen.

Außerdem geht es um die Reaktivierung des ehemaligen Alten- und Pflegeheims St. Ludger in Vreden, die Anpassung des ÖPNV aufgrund der Coronakrise und die bisherigen finanziellen Auswirkungen der Pandemie und vorgesehene Änderungen im kommunalen Haushaltsrecht.

12.30 Uhr: Vier Wochen sind die Friseure nun schon wegen des Coronavirus geschlossen. Der Friseursalon Haarmonie bereitet sich schon auf die Wiedereröffnung vor und hat einige Maßnahmen ergriffen.

11.15 Uhr: Der Dodgeball-Beach-Cup am Flugplatz Wenningfeld wurde wie viele andere Events nach den jüngsten Entwicklungen abgesagt. Die Veranstalter zeigen sich enttäuscht, wütend, aber auch optimistisch. Der Termin für 2021 steht bereits fest.

9.45 Uhr: Landrat Dr. Kai Zwicker erklärt im Video, was die neuen Regelungen für den Kreis Borken bedeuten und wie es nun weitergeht:



Mittwoch, 15. April

17 Uhr:
Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell bei 804 (gestern 793). 464 Personen (gestern 436) sind inzwischen gesundet. Aktuell sind im Kreisgebiet damit 317 Personen (gestern 334) infiziert.

In den Krankenhäusern in Ahaus, Bocholt und Borken werden aktuell 36 Patienten mit dem Coronavirus behandelt, 11 davon befinden sich auf der Intensivstation. 70 Intensivbetten stehen aktuell zur Verfügung, 23 können noch ergänzt werden.

15.30 Uhr:
Beim DRK in Stadtlohn wurde ein neues Abstrichzentrum für Corona-Patienten eingerichtet. Die DRK-Mitglieder führen hier die Tests durch – komplett kontaktlos.



14 Uhr:
Erst vor einem Jahr eröffneten Denise und Christian Schwinning die SB-Bäckerei „Back König“ in der Stadtlohner Innenstadt. Nun muss sie schon wieder schließen. Grund ist die Corona-Krise.
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11.15 Uhr:
Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) öffnet ab heute bis Samstag ihre Wertstoffhöfe in Borken, Gronau, Gescher und Velen testweise wieder. Dort dürfen allerdings nur die Bürger dieser Städte ihren Sperrmüll, Altholz und Altpapier abgeben.

Wenn sich zeigt, dass das System mit einer Terminvergabe gut funktioniert, wird die EGW das Prinzip auf die anderen Wertstoffhöfe ausweiten. Das könnte dann also auch für Vreden, Stadtlohn oder Legden gelten.

Bislang nehmen die Wertstoffhöfe nur Grünabfälle in dringenden Fällen entgegen.

9.30 Uhr:
Der Kreis Borken hat ausführlich erklärt, wie der Krisenstab funktioniert. Wir haben das hier aufbereitet:

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Dienstag, 14. April

17 Uhr:
Seit gestern sind im Kreis Borken nur drei neue Infektionen mit dem Coronavirus dazugekommen. Gleichzeitig werden immer mehr Menschen wieder gesund. Aktuell sind im Kreisgebiet damit 334 Personen (gestern 360) infiziert.

Landrat Dr. Kai Zwicker zeigt sich erleichtert darüber, dass die Zahl der aktuell Infizierten über das Oster-Wochenende weiter zurückgegangen ist, warnte aber gleichzeitig vor zu großem Optimismus. Es sei noch zu früh, um von einem Trend zu sprechen. Man müsse abwarten, ob sich die Entwicklung in den kommenden Tagen so fortsetze. Erst der Blick über eine längere Zeitstrecke könne belastbare Daten liefern.

32 Patienten mit dem Coronavirus werden derzeit in den Krankenhäusern in Ahaus, Bocholt und Borken behandelt, 11 davon befinden sich auf der Intensivstation. 70 Intensivbetten stehen aktuell zur Verfügung, 23 können noch ergänzt werden.

12 Uhr:
Haus- und Wohnungsbesichtigungen sind während der Corona-Krise quasi unmöglich. Aber Makler haben in dieser Zeit auch noch andere Probleme und die sind finanzieller Natur.

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Montag, 13. April
17 Uhr: Die Zahl der aktuell Infizierten im Kreis Borken sinkt langsam. Im Moment haben 360 Personen das Coronavirus, am Vortag waren es 368. Es werden als momentan mehr Personen gesund, als sich neu anstecken.

Der Kreis hat heute zudem die Zahl der Todesfälle korrigiert. Sie liegt momentan bei 23, nicht bei 24. Am Sonntag war ein 92-jähriger Bocholter verstorben, der als Corona-Verdachtsfall galt. Der Test fiel jedoch negativ aus, sodass nun feststeht, dass der Todesfall nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus steht.

Insgesamt haben sich im Kreis Borken 790 Personen (783) mit dem Virus angesteckt, 407 Personen (391) gelten wieder als gesund.

16 Uhr: 80 Platzverweise erteilte die Polizei am Osterwochenende, 50 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. In den meisten Fällen handelte es sich um Verstöße durch Gruppen von 3 bis 5 Personen, die im öffentlichen Raum angetroffen wurden. Bei einer Veranstaltung (Party im Gemeinschaftsgarten eines Mehrfamilienhauses in Bocholt) leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein.

Auf der Schwanenstraße hatte sich ein 65 Jahre alter Bocholter vorgedrängelt und trotz der Warteschlange vor dem Haus eine Bäckerei betreten. Ein 41 Jahre alter Bocholter forderte den 65-Jährigen auf, sich hinten anzustellen. Da der Mann dieser Aufforderung nicht nachkam, ergriff der 41-Jährige diesen an der Jacke, woraufhin der 65-Jährige zu Boden fiel. Der 65-Jährige erstattete Anzeige wegen Körperverletzung.

In Einzelfällen wurden der Polizei aber auch Vorfälle gemeldet, die keinen Verstoß darstellten (z.B. erlaubte Treffen im privaten Bereich, erlaubter Außer-Haus-Verkauf).

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