Der Pieps, der Leben rettet

Ahaus Klein, rund und unscheinbar sehen sie aus, und meistens so blass, dass selbst die wenigen sie schnell wieder vergessen, die mit ihnen unter einem Dach leben. Dabei sind die nur Kaffeetassen großen Untermieter echte Helden, wenn es brandgefährlich wird: "Rauchmelder retten Leben", betont Stadtbrandmeister Berthold Büter, "sie gehörten in jedes Haus."

12.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Den heutigen bundesweiten Rauchmeldertag nimmt der Chef der Feuer- und Rettungswache Ahaus zum Anlass, gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern nachdrücklich für eine stärkere Verbreitung der Rauchmelder in Privathäusern zu werben. "Oft denkt man erst daran, wenn man unmittelbar betroffen ist", stimmen Josef Terhalle und Heinz Winkelhaus Büter zu. Dann sei es aber oft schon zu spät.

"Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch", wissen die Experten. Bereits drei Atemzüge des hochgiftigen Brandrauchs - ausgelöst durch eine glimmende Zigarette oder ein defektes Elektrogerät - könnten tödlich sein. Die Opfer würden im Schlaf bewusstlos und erstickten. In den vergangenen elf Jahren sei das sechs Mal der Fall gewesen in Ahaus. Sechs Todesfälle zu viel, wie die Feuerwehr meint.

Denn der laute Alarm des Rauchmelders - für Gehörlose oder Schwerhörige gibt es Geräte mit Vibrationsalarm - warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt den Bewohnern den nötigen Vorsprung, sich und ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren. Nicht einmal 100 Euro kostet es, eine Wohnung auszustatten - "eine Investition, die Leben rettet", so Büter. sy-

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