Die Portoerhöhung zum 1. Juli war die höchste in diesem Jahrtausend

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Die Portoerhöhung zum 1. Juli von 70 auf gleich 80 Cent für den Standardbrief ist nun schon die fünfte Preiserhöhung binnen sieben Jahren. Un die höchste seit dem letzten Jahrtausend.

von Stefan Diebäcker, Nico Dreier

Ahaus

, 18.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Zum 1. Juli hat die Deutsche Post das Porto für den Standardbrief von 70 auf 80 Cent erhöht. Die Post rechtfertigte das mit dem Verweis auf mehr Qualität und bessere Löhne für die Mitarbeiter. Gleichzeitig sind die Preiserhöhungen eine Reaktion des Konzerns auf stetig sinkende Mengen an versandten Briefen in Deutschland.

Um wirtschaftlich zu bleiben, müsse man den Preis erhöhen, heißt es vom Ex-Staatsmonopolisten. Die Bundesnetzagentur wolle kontrollieren, ob die Deutsche Post im Gegenzug 5000 neue Mitarbeiter einsetze, um die Qualität der Zustellung nachhaltig zu verbessern.

Wer falsch klebt, bekommt den Brief zurück

Ein Standardbrief der Deutschen Post kostet seit Montag, 1. Juli, 80 Cent, eine Postkarte im Inland 60 Cent. Auch das Porto für Kompaktbrief, Großbrief und Maxibrief stieg ab 1. Juli um jeweils zehn Cent.

Nach der Einführung des höheren Portos wirft die Deutsche Post ab sofort nur noch ausreichend frankierte Sendungen in den Briefkasten des Empfängers. Sollte also ein Standardbrief nur mit 70 Cent statt der nötigen 80 Cent frankiert sein, würde er zurückgeschickt oder der Adressat müsste Nachporto bezahlen, sagte ein Post-Sprecher am Donnerstag in Bonn.

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