Die Stadt einmal neu entdeckt

Interkulturelle Woche

Gemeinsam die Stadt von einer ganz neuen, unbekannten Seite entdecken – und das über Sprach- und Herkunftsgrenzen hinaus. Dieses Angebot haben jetzt die Veranstalter der interkulturellen Woche gemacht.

AHAUS

von Von Anna-Lena Haget

, 23.09.2013, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ingeborg Höting (r.) vom Arbeitskreis Ahauser Geschichte führte rund 50 Gäste aus 15 Nationen durch die Stadt.

Ingeborg Höting (r.) vom Arbeitskreis Ahauser Geschichte führte rund 50 Gäste aus 15 Nationen durch die Stadt.

Unter dem Motto „Meine Stadt (neu) entdecken“ wandelten rund 50 Ahauser Bürger auf den Spuren der Stadtgeschichte. Ingeborg Höting führte die Zugewanderten und Einheimischen herum und zeigte manche Details der Stadtgeschichte auf, an denen viele achtlos vorbeigehen. Die Teilnehmerrunde war genau so bunt gemischt wie die Themen, mit denen sich die Stadtführung beschäftigte. Insgesamt 15 Nationalitäten waren vertreten: Menschen mit Herkunftsländern von Belgien bis Irak.

„Hier machen zwei Sprachkurse der VHS Ahaus mit. Wobei ein Kurs schon etwas länger Deutsch lernt und ein Kurs erst in diesem Semester angefangen hat“, sagte Carmen Esposito-Stumberger von der Volkshochschule. Das Konzept der Sprachgrenzen überschreitenden Stadtführung ging auf: Die Männer und Frauen kamen während des Ausflugs immer wieder miteinander ins Gespräch – zum großen Teil auch auf Deutsch. Im Rathaus, dem ersten Punkt des Rundgangs, erwartete Fachbereichsleiter Reinhold Benning seine Gäste. Er erklärte die Vorstandsbereiche und die Aufgaben der Stadtverwaltung. Benning nahm die Gruppe auch mit auf die Besuchertribühne des Ratssaals. Auch das aktuelle Thema „Bundestagswahl“ schnitt Benning an. Interessiert zeigten sich die Rathausgäste auch an der kommunalen Politik. Fragen wie „Welche Partei regiert jetzt hier in Ahaus?“ und „Wann ist die nächste Ratssitzung?“ wurden gestellt.

Weitere Station der Tour waren die Erinnerungstafel für die Gefallenen der Weltkriege. An der Gedenkplakette für die zerstörte Ahauser Synagoge gab Ingeborg Höting einen Einblick in die jüdische Geschichte der Stadt vor dem zweiten Weltkrieg. Im Schloss schauten sich die Ahauser unter anderem den Fürstensaal an und tauchten in die bewegte Historie des Gebäudes ein. Am Ende des Spaziergangs stand ein interkultureller Gedankenaustausch im Café Fair. Dort ließen die Ausflügler die Stationen der Tour nochmals Revue passieren.

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