Dorfgasthof Wissing schließt Küchenbetrieb zum 30. Juni – Zukunft völlig offen

rnGourmet-Tempel

Der Dorfgasthof Wissing stellt zum 30. Juni seinen Küchenbetrieb ein. Innerhalb der Familie ist es offenbar zum Bruch gekommen. Nun köchelt die Gerüchteküche.

Ahaus

, 28.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In den vergangenen Jahren hat sich der Dorfgasthof Wissing über die Grenzen Alstättes hinaus einen exzellenten Ruf erarbeitet. Mit Fine-Dining statt westfälischer Schnitzelküche punktete man bei den Gästen, die teilweise eine weite Anreise in Kauf nahmen. Obwohl das Restaurant gut lief, steht es nun vor dem Aus. „Wir werden den Küchenbetrieb zum 30. Juni einstellen. Wir sehen keine andere Möglichkeit“, erklärt Carina Schütten auf Anfrage der Redaktion. Vor acht Jahren hat sie den Dorfgasthof Wissing gemeinsam mit Sabrina Reimann, ihrer Frau, übernommen.

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Doch warum muss eine Küche schließen, die in den letzten Jahren für Furore sorgte? An Gästen mangelte es nicht, wie Carina Schütten bestätigte. Stattdessen ist es offenbar innerhalb der Familie zum Bruch gekommen. „Die schwierige Lage zu einigen Besitzern der Immobilie, mit denen keine Einigung über eine dringend notwendige Renovierung erzielt werden konnte, zwingt uns leider zu diesem Entschluss“, ist auf der Homepage des Restaurants zu lesen.

„Es bricht um uns herum etwas zusammen“

Am Telefon klingt Carina Schütten niedergeschlagen: „Wir haben uns hier mit unserem ganzen Herzblut etwas aufgebaut. Es bricht um uns herum etwas zusammen.“ Genauer ins Detail gehen möchte sie nicht. Denn die Verhandlungen gehen jetzt in die ganz heiße Phase. „Es ergibt sich stündlich etwas Neues“, so Carina Schütten.

Dorfgasthof Wissing schließt Küchenbetrieb zum 30. Juni – Zukunft völlig offen

Der Dorfgasthof Wissing steht für hohe Qualität zu fairen Preisen. Das bestätigte auch unser Restaurant-Check. © Johannes Schmittmann

Aber nicht nur das Ende ihres Herzens-Projektes macht den beiden Betreiberinnen zu schaffen. „Es gibt viele Gerüchte, die gerade die Runde machen. Das lässt sich in einem kleinen Ort wie Alstätte nicht verhindern“, klagt Carina Schütten. Aber: „Wir werden erst etwas verkünden, wenn die Dinge spruchreif sind.“

Obwohl die Küche schließt, wird der Kneipen- und Außenbereich noch bis zum 31. Juli weiter von Carina Schütten und Sabrina Reimann betrieben. Ob danach für die Betreiberinnen endgültig Schluss ist, ließ Carina Schütten noch offen. Eine kleine Hintertür gibt es offenbar noch, wie sie durchblicken ließ: „Unser Wunsch wäre es, den Dorfgasthof Wissing in Familienhand weiterlaufen zu lassen.“

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