Dr. Johannes Schoofs ist neuer Chefarzt im Krankenhaus Ahaus

Interventionelle Kardiologie

Ein neuer Chefarzt arbeitet am St.-Marien-Krankenhaus Ahaus: Dr. Johannes Schoofs soll dort seit Anfang des Jahres den Fachbereich Interventionelle Kardiologie etablieren. In dieses Fachgebiet fallen Untersuchungen, bei denen der Mediziner mit einem Katheter durch eine Schlagader bis zum Herz vordringt und zum Beispiel eine Engstelle von innen behandelt – etwa bei einem Herzinfarkt.

AHAUS

, 12.02.2016, 14:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Johannes Schoofs ist neuer Chefarzt im Krankenhaus Ahaus

Dr. Johannes Schoofs ist Chefarzt für Interventionelle Kardiologie im Ahauser Krankenhaus.

Am Mittwoch erklärte das Krankenhaus nach mehrmaliger Nachfrage die Hintergründe der Personalie: Schoofs, bisher Fachbereichsleiter Interventionelle Kardiologie im St. Agnes-Hospital Bocholt, verantwortet diesen Bereich nun in den Krankenhäusern in Ahaus und Borken.

Gemeinsam mit den anderen Chefärzten in den beiden Häusern soll er im Klinikum Westmünsterland den Bereich Kardiologie medizinisch weiterentwickeln. So soll die kardiologische Versorgung der Patienten in der Region weiter ausgebaut werden. Dazu Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikums Westmünsterland: „Der große Vorteil für Patienten in Ahaus und Borken besteht darin, dass sie wohnortnah auf hohem Niveau versorgt werden – mit der einzigen kardiologischen 24-Stunden-Bereitschaft im Kreis Borken.“

Enge Zusammenarbeit

Die Nutzung des Herzkathetermessplatzes am St. Agnes-Hospital Bocholt zur Behandlung eines drohenden Herzinfarktes oder eines chronischen Verschlusses von Herzkranzgefäßen erfolge in enger Abstimmung mit der Bocholter Kardiologie. Auch die weiteren Möglichkeiten interventioneller Therapie können von Schoofs in Zusammenarbeit mit den übrigen Kardiologen im Klinikum gewährleistet werden.

Schoofs freut sich schon auf die Zusammenarbeit mit seinen „alten“ Kollegen in Bocholt: „Durch meine lange Zeit als leitender Oberarzt in Bocholt sind mir die Strukturen dort bestens vertraut und die Zusammenarbeit mit den Kollegen verläuft Hand in Hand.“

Linkskathetermessplatz wird geprüft

Geprüft wird parallel noch, ob auch in Ahaus ein Linkskathetermessplatz eingerichtet wird: Dort können Erkrankungen der Herzkranzgefäße erkannt und direkt behandelt werden. „Vor allem Personen mit drohendem oder frischem Herzmuskelinfarkt. Bei ihnen lässt sich die schuldige Engstelle in den Gefäßen darstellen und dann behandeln“, erklärt der Mediziner. Das ist aber noch Zukunftsmusik. „Es geht erst einmal nur um eine Prüfung“, sagt Tobias Rodig. Der Krankenhausträger müsse das entscheiden. „So eine Einrichtung ist nicht für kleines Geld zu haben“, erklärt Rodig.

In Ahaus wird Dr. Johannes Schoofs parallel zu den beiden anderen Chefärzten der inneren Medizin, Dr. Martin Dorsel und Dr. Thomas Westermann, arbeiten. Schoofs ist schon seit 1. Januar im Krankenhaus in Ahaus tätig. Bis zu einer offiziellen Stellungnahme des Krankenhauses vergingen jedoch gut sechs Wochen – wegen interner Abstimmungen, hieß es dazu am Mittwoch.

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