Ein neuer Radweg bis Wendfeld

Neben dem Wirtschaftsweg

Es wird nur ein schmaler Streifen am Rand des Stadtlohner Dyks. Doch Josef Osterhues, Vorsitzender der Seniorengemeinschaft St. Georg Ottenstein, freut sich sichtlich darauf: Endlich ist es soweit. Der Wirtschaftsweg zwischen Barle und Wendfeld bekommt einen eigenen Radweg.

Ottenstein

, 17.08.2016, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Was lange währt, wird endlich gut", zitiert Osterhues ein oft bemühtes Sprichwort. Tatsächlich habe er schon vor Jahrzehnten erste Anfragen wegen so eines Radwegs entlang des Barler Sandlochs gehört.

Viel genutzte Strecke

Vor zwei Jahren sei die Anfrage dann bei einer Versammlung der Ottensteiner Seniorengemeinschaft an die Politik weitergetragen worden. Denn die Verbindung sei eben eine viel genutzte Strecke für Radfahrer zwischen Ottenstein und Stadtlohn. "Der wurde immer schon genutzt, um ‚binnen dör' nach Stadtlohn zu kommen", pflichtet ihm Hubert Hueske, einer der Leiter der Radfahrgruppen der Seniorengemeinschaft bei. Und tatsächlich sind während des kurzen Gesprächs ständig Radfahrer auf der Strecke unterwegs.

Schwerlastverkehr belastet Weg

Aber durch den Schwerlastverkehr in Richtung des Barler Sandlochs sei der Weg eben auch immer in miserablem Zustand gewesen. Das sei ja gar nicht zu vermeiden gewesen, sagt Osterhues. Für die Radfahrer hieß das, dass sie sich zwischen LKW hindurch und an Schlaglöchern und tiefen Pfützen entlang schlängeln mussten. Osterhues zeigt auf einen der schmalen Trampelpfade.

Lückenschluss zwischen Radwanderwegen

Auch Bauhofleiter Bernd Sundermann spricht gestern Nachmittag von einer Art Lückenschluss zwischen den umliegenden Radwanderwegen. Der neue Weg wird mit einer wassergebundenen Decke versehen und dann durch Holzpfähle vom eigentlichen Wirtschaftsweg abgetrennt. "Wegen der Sicherheit und damit die Lastwagen den neuen Weg nicht als Ausweichfläche benutzen und ihn direkt wieder kaputt fahren", erklärt er.

Reiter dürfen Weg nicht nutzen

Ein Beispiel für die übrigen Wege im Außenbereich von Ahaus sei der neue Radweg indes nicht. "In der Regel ist die Belastung der Wirtschafts- und Radwege durch den Verkehr ja nicht so hoch", erklärt auch der Ottensteiner Ortsvorsteher Karl-Heinz Terbrack. Der Weg an dieser Stelle sei eben durch den Schwerlastverkehr besonders belastet. Er hatte sich dafür eingesetzt, den neuen Weg zu bauen. Reiter, die auf der Strecke - die auch als Reitweg ausgeschildert ist - unterwegs sind, sollen den neuen Weg übrigens nicht nutzen. "Die würden mit ihren Hufen die Decke beschädigen", erklärt Terbrack.

Einen Namen hat der neue Weg noch nicht. Aber auch da hat Josef Osterhues schon eine Idee: "Wendfelder Fahrrad-Pättken vielleicht", sagt er.

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