Einblicke in den Corona-Alltag: Wenn Müll und Hamster Freude bereiten

Coronavirus

Tja, in Zeiten der Corona-Krise sind es oftmals die kleinen Dinge, die einem Freude bereiten. So geht es zumindest mir. Dinge, die vor der Corona-Pandemie dafür wahrlich nicht geeignet waren.

Ahaus

, 19.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nicht jeder, der viel Klopapier einkauft, muss zwangsläufig ein Hamsterkäufer sein.

Nicht jeder, der viel Klopapier einkauft, muss zwangsläufig ein Hamsterkäufer sein. © picture alliance/dpa

Klassisches Beispiel: Den Müll in den entsprechenden Tonne im Hof zu entsorgen. Wohnungstür auf, 30 Stufen nach unten, einmal ums Haus und schwups alles in den Tonnen versenken. Vor der Corona-Krise eine lästige Aufgabe. Doch momentan ist es eine willkommene Abwechslung vom ständigen in der Bude sitzen. Egal ob im Homeoffice oder während der Freizeit.

Ja, da kann das Müllwegbringen echt schon ein Tageshighlight sein. Wobei, nein, kein Highlight, aber eine Abwechslung. Als Höhepunkt würde ich da momentan das Einkaufen bezeichnen wollen. Erst recht wenn man sieht, dass es immer noch Menschen gibt, die sich den Einkaufswagen voll mit Nudeln, Mehl und Hefe packen.

Das Einkaufen bietet mitunter lustige Erlebnisse

Die Angst zu verhungern, ist wohl immer noch allgegenwärtig. Für mich jedes Mal ein Grund zum Schmunzeln. Eigentlich schön, denn ein bisschen Erheiterung kann in dieser Krisenzeit ja wohl nicht schaden.

Und damit wären wir zugleich bei meinem persönlichen Einkaufshighlight in der vergangenen Woche: Auf dem Parkplatz eines Supermarktes kam mir ein Mann mit einem Einkaufswagen voller Klopapier-Packungen entgegen. Schon wieder so einer, der es nicht lassen kann, Hamsterkäufe zu tätigen. So mein erster Gedanke.

Ein Zettel klärt über das Vorgehen auf

Doch ich hatte mich geirrt. Denn als der Mann näher kam, sah ich einen mit Kleber befestigten Zettel auf seinem T-Shirt. In dicken Buchstaben stand darauf: „Nein, ich bin kein Hamster. Ich kaufe nur für viele Menschen ein!“ Okay, jetzt musste ich zwar erst recht schmunzeln, aber so kann man die Sache natürlich auch angehen, um nicht als Hamsterkäufer abgestempelt zu werden. Hilfsbereit und Clever.

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