Einkaufszentrum am Marienplatz und neue Discounter in Ottenstein bieten Diskussionsstoff

Ratssitzung

AHAUS Zwei heiße Eisen stehen am Donnerstag in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause auf der Tagesordnung des Ahauser Rates. Und in beiden Fällen stehen Märkte im Fokus: die Zukunft des K+K-Centers in Ahaus und die Ansiedlung eines Discounters in Ottenstein.

von Stefan Grothues

, 23.06.2009, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Glocke des Bürgermeisters im Ahauser Ratssaal.

Die Glocke des Bürgermeisters im Ahauser Ratssaal.

Im September hatte die Familie Klaas angekündigt, das Center am Marienplatz und seine seit Jahren leer stehende zu einem Einkaufszentrum auszubauen - und durchkreuzte damit überraschend die Pläne der Stadt, am Rathausplatz ein Einkaufszentrum zu schaffen. Seither ist allerdings nicht mehr viel geschehen. Weder ein Bauantrag noch Informationen über mögliche Mieter liegen im Rathaus vor. Auf Antrag der SPD befasst sich morgen der Rat erneut mit diesem Thema. Die Verwaltung schlägt vor, den Bereich zwischen Bahnhofstraße, Fürstenstraße und Schlossgarten baurechtlich vom Kerngebiet in ein Mischgebiet umzuwandeln. Die Änderung des Bebauungsplans gibt der Stadt die Möglichkeit, städtebaulich und gestalterisch Einfluss zu nehmen und gegebenenfalls auch Baugesuche zurückzustellen. Dieses Verfahren hatte der Rat im vergangenen Jahr auch in Ottenstein gewählt, wo es eine Bauvoranfrage für einen Discounter an der Textilstraße gab. Viele Ottensteiner befürworten das Vorhaben, andere befürchten jedoch in der Folge eine Verödung der Dorfmitte. Diese Gefahr sieht auch ein neues Gutachten, das in der morgigen Sitzung vorgestellt wird. Unterdessen haben die Betreiber des Edeka-Marktes am Wiegbold ihre Erweiterungsabsichten unterstrichen. Mit einer Investition von rund einer Millionen Euro wollen Sigrid Haveresch und Uwe Levers die Verkaufsfläche auf bis Mitte 2010 auf knapp 1000 Quadratmeter verdoppeln. "Wir planen diese Erweiterung schon seit 2007." Beide betonen, dass ein neuer Discounter außerhalb des zentralen Nahversorgungsbereiches diese Investition gefährden könnte. Haveresch: "Eigentlich ist Ottenstein zu klein für zwei größere Lebensmittelmärkte. Aber wir fürchten die Konkurrenz nicht, wenn sie auch zentrumsnah ist."

Das Gutachten empfiehlt die Entwicklung neuer Standorte im "Dohl" und im "Hagen". Die öffentliche Ratssitzung beginnt am Donnerstag, 25. Juni, um 19 Uhr. Weitere Tagesordnungspunkte:

  • Änderung des Flächennutzungsplans Südstraße
  • Aufstellung des Bebauungsplans Bredeck-Bakker
  • Prognose für Steuereinnahmen (SPD-Antrag)
  • Umrüstung der Vogelschießstände (CDU-Antrag)
  • Breitbandanbindung Ottentein und Graes (CDU-Antrag)K Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte (Grüne)
  • Entwicklung der Pensionsverpflichtungen » www.ahaus.de
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