Etwas schwarze Farbe hat die Botschaft auf einem "Anti-Rassismus-Plakat" in der Augenklinik Ahaus Arena ins komplette Gegenteil verkehrt. © Stephan Rape
Meinung

Eintracht Ahaus: Das Plakat hätte längst verschwunden sein müssen

„Ein Platz für Rassismus“ verheißt das Plakat in der Augenklinik Ahaus Arena auch am Dienstagmittag noch. Das hätte längst verschwunden sein müssen, findet unser Autor.

Unbekannte haben am Fußballplatz von Eintracht Ahaus wieder rumgeschmiert. Gut, dieses Mal haben sie „nur“ mit schwarzer Sprühfarbe ein weißes K auf einem Plakat übertüncht. Doch damit rücken sie den Verein in ein verdammt braunes Licht.

Ich möchte dem Vorsitzenden glauben, dass es niemand aus den Reihen des Vereins gewesen ist. Es ist zwar ein ziemlich großes Versprechen, das Stefan Kappenstiel da in den Raum stellt, aber ich hoffe einfach, dass er seinen Verein und seine Mitglieder gut genug kennt. Ich möchte ihm auch unbedingt glauben, dass der Verein alles in seiner Macht stehende gegen Rassismus auf, am und neben dem Platz tut. Das ist (leider) die notwendige Aufgabe jedes Vereins, der Publikum anzieht.

Was für ein Verein wäre die Eintracht, wenn das Absicht war?

Ich will mir auch nicht für einen Moment vorstellen, um was für einen Verein es sich bei der Eintracht handeln würde, falls so eine Botschaft aus dem Verein oder mit Wissen des Vorstands verbreitet würde.

Unglücklich ist nur, dass das beschmierte Plakat auch Tage nach dem Spiel noch hängt. Ein paar Kabelbinder halten es am Zaun. Mit einem Taschenmesser oder einer Zange hätte man es schnell beseitigen können – auch wenn Trainer und Offizielle an einem Spieltag anderes im Kopf haben. Doch ob Absicht oder nicht, Vandalismus oder rechte Gesinnung: So eine Botschaft hat an einem Fußballplatz nichts zu suchen.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape