Erdverkabelung auf Teilabschnitten in Legden

Stromleitung

KREIS BORKEN Im Kreis Borken wird eine neue Erdkabel-Leiung gebaut. Vertreter der Amprion GmbH, einer Tochter der RWE, haben am Freitag im Kreishaus die Pläne erläutert. Im Jahr 2015 soll die Leitung fertig sein.

19.10.2009, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Montag informiert Landrat Gerd Wiesmann die Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiativen "Pro Erdkabel NRW" über den Verlauf des Gesprächs.

Am Montag informiert Landrat Gerd Wiesmann die Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiativen "Pro Erdkabel NRW" über den Verlauf des Gesprächs.

„Ziel des Termins war es, zu erfahren, wie Amprion die neuen Möglichkeiten und den Pilotcharakter des EnLAG umsetzen wird, welche verwaltungstechnischen und planungsrechtlichen Schritte anstehen und wie die Belange der Kommunen sowie der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden können", erklärte Landrat Gerd Wiesmann. Der Kreistag hatte ihn beauftragt, bei Amprion auf die Umsetzung der Erdverkabelung auf Teilabschnitten hinzuwirken. Die Amprion-Vertreter sicherten zu, den Pilotcharakter zu nutzen und auf Teilstrecken im Kreis Borken Erdverkabelung vorzunehmen. Im Blick haben sie dabei Abschnitte in unmittelbarer Nähe der geschlossenen Orte. Geprüft hat Amprion zunächst, wo die nötigen Mindestabstände zur Wohnbebauung einzuhalten sind und wo die notwendige wirtschaftliche und technische Effizienz laut EnLAG gegeben ist.

Amprion orientiert sich bei seinen Plänen für den 380-kV-Ersatzneubau an der aktuellen 220-kV-Trasse, wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens aber auch Alternativtrassen, wie etwa entlang der A 31, in den Blick nehmen. In einem nächsten Schritt wird Amprion mit den Bezirksregierungen in Münster und Düsseldorf die Zuständigkeiten abklären. Schon im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens, das in mehrere Abschnitte aufgeteilt werden soll, will Amprion weitere Gespräche mit den betroffenen Kommunen und Eigentümern führen. Amprion sieht auch eine vertiefende Information der Öffentlichkeit, unter anderem im Internet, vor. Mit der Fertigstellung der 380-kV-Leitung rechnet Amprion frühestens im Jahr 2015.

Am Freitag vereinbarten die Teilnehmer des Treffens, in künftige Gespräche auch die Bundesnetzagentur einzubeziehen. Sie wacht über den Wettbewerb auf dem Strommarkt und muss die Kosten für den Leitungsausbau genehmigen. Zu dem Gespräch am Freitag im Kreishaus eingeladen waren Vertreter der Gemeinden Heiden, Legden, Raesfeld, Schöppingen und Velen sowie der Städte Borken und Gescher. Mit dabei war auch der Bürgermeister der Gemeinde Metelen (Kreis Steinfurt).

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