Es bleibt bei Tempo 30

Ahaus Das Josefsviertel wird wie geplant als Tempo-30-Zone und nicht als verkehrsberuhigter Bereich ausgebaut. Darin ändert auch das anders lautende Votum einer Anliegerversammlung von Anfang Januar nichts.

23.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dienstagabend hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr auf Empfehlung der Verwaltung für die einheitliche Tempo- 30-Zone im Josefsviertel ausgesprochen. CDU und FDP stimmten für den Verwaltungsvorschlag, die UWG dagegen. SPD und WGW enthielten sich der Stimme.

"Wir nehmen die Anregungen und Wünsche der Bürger sehr ernst", erklärte der Technische Beigeordnete Michael Tacke. "Wir müssen aber auch fachliche Aspekte berücksichtigen. Und die sprechen in diesem Fall gegen die vorgetragene Bürgermeinung." Die Entscheidung sei letztlich vom Rat und seinen Gremien zu treffen und zu verantworten.

"Gehwege erhalten"

Die fachlichen Belange erläuterte Tiefbauamtsleiter Richard Bömer. Die Straßenzüge im Josefsviertel seien zu lang, als dass dort eine Schrittgeschwindigkeit durchgesetzt werden könne. Das sieht auch die Polizei so. In ihrer Stellungnahme heißt es, dass das Josefsviertel auf Grund seines Straßenzuschnitts prädestiniert sei für einen Ausbau als Tempo-30-Zone. "Die bestehende Gehwege, die wegen des unmittelbaren Einzugsbereichs der Josef-Grundschule als Verkehrsraum für Grundschulkinder ihre Bedeutung haben, sollten nicht aufgegeben werden", rät die Polizei. In verkehrsberuhigten Bereichen fehlten zudem Parkplätze, da dort nur auf besonders gekennzeichneten Flächen geparkt werden dürfe.

Einheitliche Lösung

Der Kompromissvorschlag der SPD, wenigsten die kleineren Straßen verkehrsberuhigt auszubauen, fand keine Mehrheit. Bömer betonte die Wichtigkeit eines einheitlichen Ausbaus, die auch zu einheitlichen Vorfahrtsregelungen führe.

Bürgermeister Felix Büter wies darauf hin, dass bei unterschiedlichen Ausbauarten einige Straßen vom Verkehr entlastet, andere jedoch stärker belastet würden. Dies sei aber in einem seit langem bestehenden Wohngebiet nicht zu vertreten. Bei den weiteren Planungen sollen die Bürger aber über die Maße der Gehwege und Hochborde sowie die Wahl der Pflastersteine mitentscheiden. gro

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