Europa-Aktionstag im Berufskolleg für Technik

AHAUS Dass das "Haus Europa" heute viel innere Bewegungsfreiheit bietet, vermittelte ein besonderer Aktionstag mit namhaften Experten, zu dem das Berufskolleg für Technik in Ahaus am Dienstag eingeladen hatte.

10.03.2009, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Viele Schüler des Berufskollegs für Technik nahmen am Aktionstag teil. MLZ-Fotos (2) Albersmann</p>

<p>Viele Schüler des Berufskollegs für Technik nahmen am Aktionstag teil. MLZ-Fotos (2) Albersmann</p>

Rund 70 der Schüler waren in die Aula am Lönsweg gekommen. Unter dem Motto "Mobil in Europa - ich bin dabei!" führte der Verein "Bürger Europas" mit Unterstützung der Europäischen Kommission und der Bundesregierung diesen Workshop durch. Die Teilnahme an der Podiumsdiskussion und den Arbeitskreisen zeigte, dass für die Jugendlichen großer Informations- und Handlungsbedarf besteht.

Ein Vorfilm beleuchtete Motive junge Bürger in Sachen Europa: "Neue Freunde gewinnen, Sport auszuüben wo ich gern möchte, keine Einreisekontrollen, Neugier auf andere Menschen und Sprachen oder sich beruflich und privat mit anderen Europäern auszutauschen".

Josef Lütkecosmann, der Leiter des Berufskollegs, wies auf die bevorstehenden Europa-Parlaments-Wahlen hin, da bei den jungen Zuhörern viele Erstwähler seien. "Dass wir seit über 60 Jahren in Frieden leben, ist ein Verdienst des vereinten Europas", so seine Werbung für das persönliche Engagement. Peter Wolf, Geschäftsführer der Bürger Europas, unterstrich: Die zwölf Sterne der Europa-Fahne stünden nicht für einzelne Staaten, sondern für "Solidarität, Harmonie und Geschlossenheit".

Bürgermeister Felix Büter zeigte auf, dass Europa auch vor Ort bereits gelebt werde. Er hob die Städte-Partnerschaft mit dem holländischen Haaksbergen hervor, wo viele Vereine, Verbände, Seniorengemeinschaften und auch die Feuerwehren sehr eng zusammenarbeiten würden. "Durch Schüleraustausch können auch so Sprachbarrieren besser überwunden werden", ermuntert er zur aktiven Europäisierung.

"Glücksfall"

Grünen-Politiker Peter Alberts hält die EU für einen seltenen Glücksfall. "Viele Jüngere kennen eine richtige Grenze nicht mehr, da es sie praktisch nicht mehr gibt", zeigt er einen Vorteil auf. Kriegsfeindschaften seinen nun zu Freundschaften geworden und Europa "sind wir alle". Alexander Plahr von der FDP zeigte auf, dass das Europaparlament nicht nur für die Umsetzung von "Kleinigkeiten" wie die Größe von Duschköpfen oder Glühbirnen verantwortlich sei: "Es ist eine Supersache, das Ganze auch zu leben." Er ermuntert zur Teilnahme an der Europa-Wahl.

Markus Weber vom Regionalverband der AIW sieht viele Chancen und Möglichkeiten, Europa für sich nutzbar zu machen. Als Exportland müsse man weitere Kontakte aufbauen. Deshalb spiele Mobilität eine immer größere Rolle. alb

www.buerger-europas.de

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