Fakten zur Unfallstatistik: Ahaus ist für Radfahrer ein gefährliches Pflaster

rnUnfälle in Ahaus

193 schwere Unfälle gab es im Jahr 2019 in Ahaus. Wie viele Personen dabei verletzt wurden, wer beteiligt war und was die Hauptunfallursachen waren, das hat die Polizei analysiert.

Ahaus

, 14.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zahl der Unfälle im Kreis Borken ist leicht gestiegen. Genau 11.395 Mal und damit 574 Mal öfter als im Vorjahr hat es im Jahr 2019 gekracht. Auch die Unfälle in Ahaus weist die Statistik der Kreispolizei Borken aus. Hier kommen einige Fakten.

Zahl der schweren Unfälle in Ahaus

Zu 193 schweren Unfällen ist es im vergangenen Jahr in Ahaus gekommen. Dazu zählen alle Unfälle, bei denen jemand verletzt wurde oder es zu einem schwerwiegenden Sachschaden gekommen ist. Die Zahl ist im Vergleich zu 2018 leicht gesunken Damals waren es 200 schwere Unfälle. Die meisten Unfälle gab es in Bocholt (383), die wenigsten in Legden (20).

Tödliche Unfälle in Ahaus

Zwei Unfälle in Ahaus endeten im vergangenen Jahr tödlich. Auch im Jahr 2018 wurden zwei Menschen bei Verkehrsunfällen in Ahaus tödlich verletzt. Kreisweit sind 2019 insgesamt 20 Personen bei 17 Unfällen gestorben.

Verkehrsunfälle mit verletzten Personen

Bei 169 Unfällen wurden in Ahaus Personen verletzt. Das sind neun Verkehrsunfälle mit Personenschaden weniger als 2018. Und auch die Zahl der Verletzten ist in Ahaus gesunken: von 231 im Jahr 2018 auf 203 im Jahr 2019..

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Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

17 Mal stand ein Unfallfahrer in Ahaus unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Das sind acht Fälle weniger als im Vorjahr. In diese Kategorie fallen Unfälle, wenn ein Fahrer mindestens 0,3 Promille hatte oder unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel stand.

Unfälle auf dem Schulweg in Ahaus

Insgesamt neun Schulwegunfälle verzeichnet die Statistik für Ahaus im Jahr 2019. Daran beteiligt waren drei Fußgänger, zehn Radfahrer und vier motorisierte Verkehrsteilnehmer. Von den acht Verunglückten wurden drei schwer verletzt und fünf leicht verletzt.

Unfallfluchten in Ahaus

Wer an einem Unfall beteiligt ist, muss vor Ort bleiben. Gegen diese Regel wurde im vergangenen Jahr in Ahaus 275 Mal verstoßen. Die Zahl der Unfallfluchten ist damit leicht angestiegen. Im Vorjahr waren es 271 Fälle.

Die Aufklärungsquote lag kreisweit im vergangenen Jahr bei 39,2 Prozent. Besonders häufig konnte der Täter bei Unfallfluchten mit Personenschaden ausfindig gemacht werden. Hier liegt die Aufklärungsquote bei 61,4 Prozent.

Rad- und Pedelecfahrer

Sorge bereitet der Kreispolizeibehörde die Zahl der verunglückten Radfahrer. Mehr als jeder vierte der 753 im Kreisgebiet verunglückten Radfahrer war mit einem Pedelec unterwegs.

Die Verunglücktenhäufigkeitszahl für Ahaus liegt bei 252,4 und ist deutlich gestiegen (Vorjahr 188,7). Diese Zahl sagt aus, wie viele Verletzte auf 100.000 Einwohner kommen.

Ahaus hat von den 17 Kommunen im Kreis Borken die dritthöchste Verunglücktenhäufigkeitszahl. Nur in Gronau und Bocholt hatten in Relation zur Einwohnerzahl mehr Radfahrer einen Unfall.

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Missachtung von Verkehrsregeln

Die häufigste Unfallursache im Kreis Borken ist die Missachtung von Vorfahrtsregeln. 33 Prozent der Unfälle sind darauf zurückzuführen. In der Liste folgen Fehler beim Abbiegen oder Wenden (27 Prozent), zu geringer Abstand (13 Prozent), zu hohe Geschwindigkeit (11 Prozent) und Alkohol oder -Drogen (6 Prozent).

Kfz-Dichte und Straßennetz

Im Kreis Borken liegt die Kfz-Dichte pro 1000 Einwohner bei 727 Fahrzeugen. Der Kfz-Bestand im Jahr 2019 betrug 269.343 Fahrzeuge. Davon waren 221.053 Pkw, 16.567 Lkw, 16.467 Kräder und 13.217 Zugmaschinen. Das Straßennetz umfasst 1055 Kilometer (49,3 Kilometer Autobahn / 153,7 Kilometer Bundesstraße / 389 Kilometer Landstraße und 463 Kreisstraße).

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