Fazit zur Ahauser Freibad-Saison: „Es hätte noch schlimmer ausfallen können“

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Durchwachsenes Wetter und Corona-Beschränkungen – die Freibadsaison 2020 im Aquahaus schließt mit einem dicken Minus. Betriebsleiter Franz-Josef Bülter nimmt es mit Galgenhumor.

Ahaus

, 01.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aquahaus-Betriebsleiter Franz-Josef Bülter hat seinen Humor nicht verloren. Trotz der ganzen Corona-Beschränkungen, trotz des nicht gerade fabelhaften Sommers. Sein Fazit der Ahauser Freibad-Saison, das er im Gespräch mit unserer Redaktion mit einem Lachen kommentiert, lautet: „Es hätte noch schlimmer ausfallen können. Das ist die gute Nachricht.“

Ende einer durchwachsenen Saison

Am vergangenen Wochenende endete im Aquahaus und im Alstätter Freibad die Sommersaison; eine überaus durchwachsene Saison. Am 2. Juni startete im Aquahaus der Freibad-Betrieb unter Corona-Bedingungen. Zuvorderst stand die Aufgabe, die Kontaktdaten der Badegäste zu erfassen und ihre Aufenthaltsdauer festzuhalten. „Das ist bei Öffnungszeiten bis zu 13 Stunden täglich nicht ganz so einfach“, erklärt Franz-Josef Bülter.

Eine durchwachsene Sommersaison liegt hinter dem Ahauser Aquahaus.

Eine durchwachsene Sommersaison liegt hinter dem Ahauser Aquahaus. © Aquahaus

Das vorhandene Kassensystem war dazu nur unter Einschränkungen geeignet, es konnten nicht alle Tarife herausgegeben werden. Ab Juli kam der Online-Ticketshop über die Plattform Chayns des Ahauser Softwareherstellers Tobit hinzu. „Anfangs holperte es beim Einlass, aber das lag überwiegend an Smartphone-Problemen der Gäste.“

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Die Anlaufschwierigkeiten konnten schnell behoben werden. Insgesamt 5626 Besucher kauften ihr Ticket über den Online-Shop und konnten so an der Aquahaus-Kasse an der Schlange vorbeigehen. Mit Blick auf die Zahl sagt Franz-Josef Bülter: „Da kann man schon von Akzeptanz sprechen.“ Das System soll beibehalten werden.

Nicht ganz einfach sei es in dieser Sommersaison für die Badegäste gewesen, die Corona-Regeln einzuhalten. Franz-Josef Bülter: „Unsere holländischen Gäste waren irritiert, weil in ihrem Land zunächst andere Regeln galten, was die Maskenpflicht anging.“ Zwei Securitykräfte sorgten im Freibad dafür, dass sich alle an die Regeln hielten.

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Ein wenig Stress gab es mit Besuchern, die für den Eintritt länger anstehen mussten. „Wir haben an den heißen Tagen zwischendurch den Zugang geschlossen, sonst hätten wir zu viele Gäste im Bad gehabt.“ Die Obergrenze lag bei 1000 Badegästen gleichzeitig.

Betriebsleiter wurde beleidigt

Franz-Josef Bülter stand dann am mit Flatterband abgesperrten Eingang und erklärte den Gästen den Sinn der Maßnahme. „Meine Argumentation hat nicht immer bei jedem gefruchtet.“ Der Betriebsleiter bekam auch persönliche Beleidigungen zu hören. „Ich habe sie nicht kommentiert.“

Auch die Kassiererinnen seien enormen Belastungen ausgesetzt gewesen. „Sie hatten kaum eine Pause, weil es fast immer eine Schlange gab. Jeder Badegast musste registriert werden.“

Den Sommer 2020 bezeichnet der Betriebsleiter als „sehr bescheiden“ im Vergleich zu 2019 und 2018. „Eigentlich war erst zum Ende der Sommerferien richtig heißes Freibadwetter.“ Das Wetter und Corona spiegeln sich in den Besucherzahlen wider: Vom 2. Juni bis zum 27. August kamen 31.018 Besucher ins Aquahaus. Das sind 37.800 Besucher weniger als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Minus von 55 Prozent.

Minus bei den Besucherzahlen

In Alstätte waren es in diesem Zeitraum 7390 Besucher weniger, das ist ein Minus von 33 Prozent. Beim Kioskbetrieb im Aquahaus rechnet Franz-Josef Bülter mit einem Einnahmeverlust von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf das Jahr gerechnet kamen bislang 55.529 Badegäste. Im Vorjahreszeitraum waren es 109.056. „Man muss aber auch sehen, dass wir vom 16. März bis 2. Juni geschlossen hatten.“ Das Freibad in Alstätte nutzten in diesem Jahr bislang 16.874 Gäste, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 25.229.

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