Finnah füllt auch Flaschen

Ahaus Wie Joghurt oder Quark möglichst keimfrei und attraktiv in den Becher kommt, das ist seit langem das Kerngeschäft des Ahauser Verpackungsmaschinenbau-Unternehmen Finnah Engineering und Packaging GmbH (FEP). Jetzt hat FEP erstmals eine neue Flaschen-Füll- und Verschließmaschine entwickelt und fertiggestellt.

23.07.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Mit dieser Sortimentserweiterung reagieren wir auf die aktuelle Marktentwicklung hin zum Liquid Food", erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Jürgen Kokot (Foto). Der Boom der Trinkjoghurts ist ein Beispiel für diesen Trend.

In dieser Woche stellt FEP im Rahmen einer Hausmesse, den neu entwickelten Flaschenfüller einem Fachpublikum vor, bevor die Maschine bei einer namhaften deutschen Molkerei in Betrieb genommen wird. Besucher der Hausmesse sind aber nicht nur Vetreter von Molkereien, sondern auch von Erfrischungsgetränkeunternehmen.

"Vollsortimenter"

"Wir wollen im Getränkebereich neue Märkte erschließen", erklärte gestern Berthold Lingenhoff, der Leiter des strategischen Marketings. Zusammen mit Kokot ist Lingenhoff weltweit unterwegs, um neue Trends in der Molkerei- und Getränkebranche aufzuspüren. "Wir laufen nicht nur mit dem Auftragsbuch herum, sondern versuchen zusammen mit Kunden strategisch über neue Möglichkeiten nachzudenken." Nach der Entwicklung des neuen Flaschenfüllers falle dies umso leichter, da FEP nun als weltweit einziger Vollsortimenter Form-, Füll- und Verschließmaschinen, Becherfüller und Flaschenfüller im Hochleistungsbereich anbiete.

Hauptabsatzgebiet für FEP-Maschinen ist zurzeit Europa mit neuen Schwerpunkten in Osteuropa und der Türkei. Der nordamerikanische Markt und Mexiko gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Gebrauchtmaschinen werden auch nach Indien und in den Iran geliefert.

Zukunftsmarkt China

"Wir haben unsere Fühler auch nach China ausgestreckt", sagt Rainer Abel, Geschäftsführer Vertrieb. "Da brauchen wir aber noch Jahre. China ist ein Markt von Übermorgen." Der jetzt entwickelte Flaschenfüller kann stündlich gut 36 500 Kunststoffflaschen aseptisch abfüllen, versiegeln und mit einer Schraubkappe versehen - parallel sogar vier verschiedene Geschmacksrichtungen.

Bis zu 60 000 Flaschen

Bei anderer Auslegung können in der 17 Meter langen Maschine stündlich sogar bis zu 60 000 Flaschen befüllt werden. Multifunktionale Transportleisten ermöglichen außerdem eine schnelle und flexible Umstellung der Maschine auf andere Flaschengrößen im Bereich von 80 Milliliter bis zu einem Liter.

Sowohl versiegelte als auch verschraubte Flaschen werden in der Maschine auf Dichtigkeit geprüft. Undichte Flaschen werden aussortiert; fehlerfrei verschlossene Flaschen über ein seitliches Abtransportband der Endverpackung zugeführt.

Zwei dieser Flaschenfüller sind bereits bestellt. Lingenhoff: "Wir hoffen in den nächsten Wochen auf weitere Vertragsabschlüsse." gro

Lesen Sie jetzt