Firma Pietsch an Kartell beteiligt

Bußgeld wegen Preisabsprachen

Die Firma Kurt Pietsch aus Ahaus hat unerlaubt Preise abgesprochen. Sie zählt zum so genannten Sanitär-Kartell. Das geht aus einer Meldung des Bundeskartellamtes hervor.

AHAUS

, 25.03.2016, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Demnach haben neun Großhändler und ein persönlich Betroffener „wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen“ getroffen. Insgesamt müssen sie ein Bußgeld von 21,3 Millionen Euro zahlen. Den Unternehmen wird vorgeworfen, sich im Rahmen des Mittelstandskreises Nordrhein-Westfalen über Jahre bei der Kalkulation ihrer Bruttopreislisten und ihrer Verkaufspreise abgestimmt zu haben. Das habe zu einer Annäherung der Preise und einem beeinträchtigten Wettbewerb geführt.

Mindestens 250 000 Produkte aus dem Sanitärbereich seien davon betroffen gewesen. Auch habe die Kalkulation als Leitkalkulation für die gesamte Branche auch bundesweit Bedeutung gehabt. Die Absprachen gehen laut Bundeskartellamt auf die 1970er-Jahre zurück. Damals hätten die Unternehmen keine technische Möglichkeit gehabt, um für große Zahlen von Produkten eigene Kalkulationen zu erstellen. Diese technische Begrenzung sei aber längst entfallen, die Unternehmen wären verpflichtet gewesen, ihr kartellrechtswidriges Verhalten neu zu prüfen und abzustellen, heißt es vom Bundeskartellamt.

Mildernd habe sich ausgewirkt, dass die beteiligten Unternehmen bei der Aufklärung des Kartells mitgewirkt hätten. Auch stünden sie alle in Wettbewerb zu größeren Marktteilnehmern, erklärte das Bundeskartellamt. Wie hoch das Bußgeld für das Ahauser Unternehmen ist, war nicht zu erfahren. Von der Firma Pietsch war auf Anfrage keine Stellungnahme zu dem Fall zu bekommen.

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