Fiskus erstattet zu viel gezahlte Mehrwertsteuern

Geld zurück

AHAUS Über 1000 Stadtwerke-Kunden, die sich in den Jahren von 2000 bis 2008 einen Hauswasseranschluss haben legen lassen, können sich über eine Rückerstattung zu viel gezahlter Mehrwertsteuern freuen.

14.05.2009, 08:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dabei handelt es sich in der Regel um dreistellige Beträge. Der Durchschnittswert liegt nach Schätzung von Siegfried Pflüger, Geschäftsführer der Stadtwerke, bei rund 350 Euro, kann aber im Einzelfall nach oben oder unten abweichen.

Dabei handelt es sich in der Regel um dreistellige Beträge. Der Durchschnittswert liegt nach Schätzung von Siegfried Pflüger, Geschäftsführer der Stadtwerke, bei rund 350 Euro, kann aber im Einzelfall nach oben oder unten abweichen.

Die Rückerstattungen werden automatisch und ohne Antragstellung bis zum Ende des Jahres über die Stadtwerke abgewickelt, die aber nicht Verursacher der Überzahlung sind.

Hintergrund ist die bundesweite Anhebung der Mehrwertsteuer für die Neuerstellung von Hauswasseranschlüssen von zunächst 7 auf 16 Prozent (2000) und dann auf 19 Prozent (2006). Nach einer Klage hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass diese Anhebung nicht rechtens sei. Der Hausanschluss, der etwa 3500 Euro kostet, gehöre zur Trinkwasserversorgung, für die grundsätzlich nur sieben Prozent Mehrwertsteuer zu entrichten seien. Darum muss nun die Differenz rückerstattet werden. Für die 2008 erstellten Hauswasseranschlüsse ist das bereits geschehen. Finanzielle Auswirkungen für die Stadtwerke hat das Verfahren nicht. Pflüger: "Die Mehrwertsteuer ist bei uns ja nur ein durchlaufender Posten - sie bereitet uns jetzt aber einigen zusätzlichen Aufwand." gro

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