Flörbach soll besserer Lebensraum für Tiere werden

Arbeitsgruppe gebildet

Der Flörbach zwischen Wessum und Alstätte soll in einigen Jahren deutlich natürlicher fließen können. Das ist Ziel der Partner, die sich jetzt vor Ort ein Bild vom Zustand des Gewässers gemacht haben.

AHAUS/WESSUM

07.11.2011, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit dabei waren: Josef Söbbing, Josef Vennekötter, Josef Buddendick vom Wasser- und Bodenverband Flörbachgebiet, Carsten Bohn vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und Judith Nollmeyer vom Kreis Borken. Der Hintergrund: Gemeinsam wollen Kommunen, Wasser- und Bodenverbände, Landwirtschaft, Angler und Naturschützer in den kommenden Jahren den Zustand der Gewässer im Kreis Borken verbessern. Richtschnur ist dabei die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Sie sieht unter anderem vor, dass Fische wieder ungehindert von der Mündung bis ins Quellgebiet wandern können.

Momentan sammeln die Arbeitsgruppen Ideen für Maßnahmen. „Der biologische Zustand des Flörbachs ist aktuell unbefriedigend“, betont Judith Nollmeyer. Sie koordiniert beim Kreis Borken die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Zurzeit gebe es im Flörbach noch ein unüberwindbares Hindernis für Fische und Fischnährtiere wie Krebse und Insektenlarven. Diese Situation wollen die Partner in Ahaus verbessern. Außerdem setzen sie auf naturnahe Uferbereiche, schattenspendende Bäume am Ufer und Totholz im Gewässer. Der Wasser- und Bodenverband Flörbachgebiet unterstützt diesen Weg bereits durch eine möglichst naturnahe Unterhaltung der Gewässer. Außerdem wird der Verband seine Mitglieder darauf aufmerksam machen, dass vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen – zum Beispiel für Stallbauten – auch an den Gewässern möglich sind. Die Stadt Ahaus kann sich vorstellen, bei eigenen Ausgleichsmaßnahmen ebenfalls diesen Weg zu gehen.

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