Für zehn Kilogramm Marihuana 30 Monate Haft

04.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis muss ein 28-jähriger Ahauser, der bei einer polizeilichen Kontrolle am 12. April dieses Jahres auf der A 30/31 mit 4,7 Kilogramm Marihuana im Kofferraum seines PKW erwischt wurde.

Das Schöffengericht verurteilte den Mann gestern wegen unerlaubter Einfuhr und unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu dieser Haftstrafe ohne Bewährung. In seiner Wohnung lagerten außerdem noch 5,5 Kilogramm sowie 647 Gramm des Rauschgifts.

Wegen der großen Menge konnte das Gericht in seinem Urteil von keinem minderschweren Fall mehr ausgehen, sodass eine Bewährungsstrafe nicht mehr in Betracht kam. Zu seinen Gunsten gewertet wurde allerdings seine bisherige Unbescholtenheit und die Einräumung der Tat ohne Beschönigungen. Auf die Anhörung der Zeugen konnte aus diesem Grunde verzichtet werden.

Der Angeklagte hatte das Marihuana in Enschede von einem Dealer erworben und über den Grenzübergang Besslinghook, bei Alstätte, nach Deutschland eingeschmuggelt.

Es handelte sich um das 65-fache einer vom Gesetz her eingeräumten geringen Menge mit einem THC-Wirkstoffgehalt (Tetrahydrocannabinol) von 486 Gramm. Für einen Kurierlohn von 2000 Euro sollte es von dem Angeklagten nach Hamburg an einen Dritten ausgeliefert werden.

«Drogenabstinenz»

Nähere Angaben über seinen Abnehmer und eventuelle Hintermänner konnte der 28-Jährige in der Hauptverhandlung nicht machen, da sie ihm nicht bekannt waren. Er war einsichtig, will sich in Zukunft von Drogen fern halten und ein ganz normales Leben führen. Das Urteil nahm er sofort an. Der Haftbefehl - er saß seit fast drei Monaten in Untersuchungshaft - wurde gegen ihn aufgehoben. ek

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