Fuistingstraße braucht keine Zeitreserven

Sperrung bis Freitag

Die Pressemitteilung der Stadt aus der vergangenen Woche schien eindeutig: "Vollsperrung der Fuistingstraße vom 12. bis 18. Dezember". Auch die Nachfrage bei Christian Abbing, Abteilungsleiter Straßenbau beim Kreis Borken, ergab Selbiges. Doch jetzt die überraschende Wende: Die Vollsperrung trat erst am Dienstag in Kraft und wird voraussichtlich schon Freitag wieder aufgehoben.

AHAUS

von von Johannes Schmittmann

, 13.12.2016 / Lesedauer: 2 min

"Formal falsch waren die Mitteilungen nicht", so der örtliche Baubetreuer vom Kreis Borken, Guido Droppelmann. Allerdings spricht er von einem Kommunikationsproblem, das dem komplizierten Sachverhalt geschuldet sei. Die unberechenbare Witterung hätte keine genaue Planung zugelassen.

Dem pflichtet Christian Schubert, Polier der beauftragten Firma, bei: "Ich habe damals tatsächlich eine Woche Vollsperrung beantragt. Allerdings nie mit der Absicht, eine Woche für die Asphaltierung in Anspruch zu nehmen." Es handele sich lediglich um ein Zeitfenster.

Wetter muss mitspielen

"Wir brauchen zwei bis drei Tage für die Arbeiten, aber das Wetter muss mitspielen." Deshalb sei es nicht ausreichend, eine dreitägige Sperrung zu beantragen: "Wenn es dann regnet oder schneit - und das muss man im Dezember einplanen - bräuchte es einen Neuantrag. Jetzt könnten wir gegebenenfalls auf den Folgetag ausweichen."

Da unter anderem Polizei und Feuerwehr einen Neuantrag absegnen müssten, würde entsprechend viel Zeit verstreichen. Dass es etwas unglücklich gelaufen ist, wird nicht bestritten. "Man hätte es von Anfang an anders kommunizieren können, aber die Leute gehen auf die Barrikaden, wenn wir drei Tage ansetzen und sie dann donnerstags die Fuistingstraße nicht passieren können", so Guido Droppelmann.

Gute Nachrichten

Für die Ahauser und die betroffenen Geschäftsleute hat er aber gute Nachrichten im Gepäck: "Wenn die Asphaltierungsarbeiten wie geplant laufen, dann ist die Fuistingstraße ab Freitag wieder einbahnig befahrbar." Gemeint ist vom Stadtpark in Richtung Bahnhof. Doch nicht nur das. Christian Schubert geht sogar davon aus, dass die Arbeiten eine Woche später soweit fortgeschritten sind, dass beide Fahrbahnen freigegeben und die Umleitungen aufgegeben werden können.

 

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