Gefahr auf dem Schulweg in Ottenstein

KAB-Bürgerabend

Der Weg zu Schule und Kindergarten ist ein Problem. Und trotz Umbaumaßnahmen und Schülerlotsen an brisanten Punkten fürchten Ottensteiner Eltern immer noch um das Wohl ihrer Kinder.

OTTENSTEIN

13.04.2017, 08:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Querung an der Textilstraße Richtung Burggraben ist noch problematisch.

Die Querung an der Textilstraße Richtung Burggraben ist noch problematisch.

Beim Bürgerabend der KAB haben zwei Mütter deutliche Kritik an der Verkehrsituation an drei Fußgängerquerungen geübt. Anlieger der betroffenen Straßen stimmten spontan zu. An der Textilstraße beispielsweise habe die Einengung nicht die erhoffte Wirkung erbracht. Es sei festzustellen, dass die Autofahrer sich sogar in der Einengung begegneten und weder aufeinander noch auf wartende Kinder Rücksicht nähmen.

Im Bereich Arztpraxis/Kindergarten/Am Burggraben sei die Situation noch unübersichtlicher geworden. Weitere Parkplätze seien geschaffen geworden, anstatt das unerlaubte Parken zur rechten Zeit zu unterbinden. Dies gelte auch für die Kreuzung Parkstraße/Wiegbold, wo unrechtmäßig abgestellte Autos die Sicht von Kindern in den Wiegbold behindern.

Verkehrsberuhigung

Zum Thema Verkehrsberuhigung auf Kreisstraßen in der Gemeinde sagte der Beigeordneter Georg Beckmann zu, mit Anliegern und Vertretern des Kreises Borken den Dialog zu suchen. Das solle auch für Infos zum Hochwasserschutzkonzept gelten. Er verwies auf die Homepage der Stadt.

Bürgermeisterin Karola Voß erinnerte an ihre Sprechstunden in Haus Hoppe. "Insbesondere danke ich an dieser Stelle den engagierten Ottensteinern, die vorbildlich dazu beigetragen haben, dass wir gemeinsam mit der Stadt und den Hauptamtlichen der Caritas ein gutes Miteinander mit den Flüchtlingen schaffen konnten", lobte die Bürgermeisterin. Der neue Beigeordnete Werner Leuker schloss sich dem an. Zurzeit seien 57 Flüchtlinge in den städtischen Unterkünften Am Tor, Im Dohl und auf der Solmsstraße sowie 35 in Privatwohnungen untergebracht. Er bezeichnete die Dorfentwicklung als stabil, wenn auch seit zehn Jahren mit rund 3900 Einwohnern stagnierend.

Plätze für jedes Kind

"Aber wir müssen uns auf absehbare Zeit keine Sorgen machen um die drei Kindertagesstätten und die Burgschule. Wir können für jedes Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz garantieren", sagte Leuker, "Für Erneuerung und Anbau der Burgschule wenden wir 1,1 Millionen Euro auf."

Die Einwohner der Bauerschaft Hörsteloe beklagten, dass für die Belange des Außenbereichs in Sachen Glasfaseranschluss wenig unternommen worden sei. Die Vertreter der Stadt baten um Verständnis für die lange Verfahrensdauer, sahen aber keine Alternative zu dem jetzt vom Rat beschlossenen "Markterkundungsverfahren", das nötig sei, um die Chancen für eine öffentliche Förderung in Millionenhöhe zu sichern.

"2018 wissen wir konkret, wie viel der Anschluss kostet, und wie hoch die Anschlussquote für die großflächige Versorgung mit Breitband im Außenbereich sein kann. Und dann werden die Leitungen bis zu den Grundstücksgrenzen bis 2019 verlegt", sagte Georg Beckmann.

Als gute Nachricht wertete Moderator Alfons Beckmann die Mitteilung von Georg Beckmann über das Wohnbau- und Kleingewerbegebiet Börgerdieksweg. Dort seien noch fünf Wohnbauplätze sowie ein kleineres Gewerbegrundstück zu haben.

Weitere Bauplätze

Im Baugebiet "Markemoote" sollen weiter Beratungen mit Grundstückseigentümern geführt werden, um dem Rat möglichst abgestimmte Pläne für ein Planverfahren im Sommer 2017 vorlegen zu können. Über das Baugebiet "Im Hagen" könnten 2018 erste Planungen erstellt werden, wenn in diesem Jahr die Unterkünfte für Flüchtlinge aufgegeben werde können, so Beckmann. Die "Ölbachstraße" und "Am Sportplatz" sollen saniert werden, die Anlieger müssen sich mit 90 Prozent an den Kosten beteiligen.

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