Hilke Bramkamp ist die erste Gemeinde-Schwester der evangelischen Christus-Gemeinde. In der Einführungsfeier hat die 51-jährige Ahauserin erklärt, warum gerade das „ihr Ding“ ist.

Ahaus

, 01.04.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Endlich hat die evangelische Christus-Gemeinde Ahaus auch ganz offiziell ihre erste Gemeinde-Schwester. Am Sonntag wurde Hilke Bramkamp in einem feierlichen Gottesdienst und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in der evangelischen Christus-Kirche in Ahaus in ihr neues Amt als hauptamtliche Gemeinde-Schwester eingeführt. Seit dem 1. Februar 2019 ist sie bereits in diesem Bereich aktiv.

„Ein fröhlicher Sonntag“

Matthias Hövelmann, Diakonie-Pfarrer im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, hatte sich für die Schaffung dieses Amtes erfolgreich stark gemacht. „Das ist ein fröhlicher Sonntag“, schickte er nicht umsonst dem Gottesdienst voraus. „Wir sind aufgefordert, den Dienst von Hilke Bramkamp zu achten und zu unterstützen“, ergänzte Gemeindepfarrer Olaf Goos. Klaus Gresförder, Diakonie-Presbyter der Gemeinde und Vorsitzender des Ausschusses für gesellschaftliche Verantwortung, schilderte in seinem kurzen Grußwort, wie es zur Schaffung des neuen Amtes gekommen sei: „Vor einigen Monaten hat Pfarrer Hövelmann den Prozess dazu in der Gemeinde in Gang gebracht. Als Symbol wollte ich eine Haube mitbringen, welche die Gemeinde-Schwestern früher trugen. Damit verbanden die Menschen früher sehr viel Sorge und Pflege.“ Die Krankendienste würden heute von den Pflegediensten übernommen.

Schal als Symbol

Als Ersatz brachte er einen Schal mit, den die Schwestern früher auch getragen hätten. „Den bekommst du aber erst, wenn du in zwei Jahren deine berufsbegleitende Ausbildung zur Gemeinde-Schwester erfolgreich abgeschlossen hast“, markierte Gresförder. Mittlerweile habe sie schon einen Kreis von neun Ehrenamtlichen um sich herum aufgebaut, der sie in ihrer Arbeit unterstützte, lobte Gresförder. Hövelmann nahm in seiner Predigt den Schal zum Anlass, ihn als Zeichen zu deuten, dass wir nicht allein seien, sondern gemeinsam unterwegs seien.

Für Bramkamp schloss sich mit diesem Tag der Kreis. Als Evangelische war sie im Vorstand des Sozialdienstes der katholischen Frauen aktiv. Sie war auch Mitglied im Diakonieausschuss.

Sozialberatung

„Als Herr Hövelmann die Idee im Ausschuss vorstellte, dachte ich sofort, das ist mein Ding“, so Bramkamp im Rückblick. In privaten Lebenskrisen hatte sie immer jemand zur Seite, der ihr half. Genau das möchte die 51-jährige, gebürtige Ostfriesin an die Menschen in Ahaus weitergeben, wo sie seit 28 Jahren lebt. Deswegen hat sie auch die Sozialberatung der Diakonie in Ahaus und den Seniorenkreis der Gemeinde übernommen. „Die Gemeinde ist mit diesem Posten reicher geworden. Dabei geht es nicht um meine Person. Das Netzwerk dazu habe ich allerdings schon im Gepäck“, freute sie sich.

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