Gemeinden feiern gemeinsam

Ökumene

AHAUS Das ist gelebte Ökumene: Der Kaffee wird im Karl-Leisner-Haus der katholischen Mariengemeinde gekocht und im Dorothee-Sölle-Haus der evangelischen Christusgemeinde getrunken.

von Stefan Grothues

, 21.06.2009, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Auch der Garten zwischen der Christuskirche und dem Dorothee-Sölle-Haus lud gestern zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen ein.  Grothues</p>

<p>Auch der Garten zwischen der Christuskirche und dem Dorothee-Sölle-Haus lud gestern zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen ein. Grothues</p>

Und den Kuchen für das ökumenische Gemeindefest haben im und um das Dorothee-Sölle-Haus haben Mitglieder beider Gemeinden gespendet. Eine gute Grundlage für ein fröhliches Fest und viele Gespräche rund um beide Kirchtürme. Dazu trug am Sonntag auch die Kirchenrallye bei: Dabei waren knifflige Fragen nach Liedern aus dem evangelischen Gesangsbuch und dem Gotteslob, zu den Architekturen der beiden Kirchen oder zu liturgischen Farben zu beantworten. Gespräche entwickelten sich auch an den Informationstafeln, an denen beide Gemeinde sich und ihre Verbände vorstellten.

Ihre Spendensammlung stellten beide Konfessionen in den Dienst der Erinnerung "an unsere älteren Brüder und Schwestern", so Pastoralreferentin Utel Albrecht: Unter dem Motto "Gemeinsam gegen das Vergessen" sammeln beide Gemeinden für ein neues Tor zum jüdischen Friedhof an der Wessumer Straße, das die Aufmerksamkeit der Passanten auf die lenken soll, "die unter uns ihren jüdischen Glauben lebten und an den Rand oder in den Tod getrieben wurden." Bei soviel Ökumene hatte auch der Himmel ein Einsehen: Er öffnete seine Schleusen für Regen und Hagel erst um fünf, als die beiden Gemeinden in der Marienkirche gemeinsam einen Abschlussgottesdienst feierten. gro

Lesen Sie jetzt